Nachdem vom Team „Friedberg/Seltzer“ schon so manches als Komödie gedachte Suchspiel der Marke „Erkenne die Filmszene wieder!“ genossen habe und mir sicher bin, dass diese als Kinofilme kostümierten Kleinkinderprojekte richtiger Dreck sind, war ich davon ausgegangen, dass es schlechter eigentlich gar nicht mehr geht. Unlustige Dialoge, Aneinanderreihungen von „parodistischen Szenen“, pausenlose Vergröberungen als angebliche Witzinfusion, darüber gestreut Furz-, Kack- und Sexwitzchen.
Aber doch – und das ist die schreckliche Wahrheit – es geht noch schlimmer.
Craig Moss, der offenbar irgendwas gegen Danny Trejo in der Hand zu haben scheint – warum sonst sollte der Mann sonst in praktisch jedem cineastischen Klodurchwischen mitwirken – benutzt genau die gleiche Formel, nach der sich im Facebook-Zeitalter offenbar Parodistisches definiert.
Nur verzichtet Moss mangels Budget auf die eine oder andere auch sonst kostengünstige Vergröberung und setzt gleich voll und ganz auf Blähungen, Ausscheidungen und Pimmeljokes.
Also geht es knapp 80 Minuten lang in diversen, an die „Twilight“-Sage gemahnenden Umgebungen, einzig und allein um die Frage, wer es wem womit besorgt, wie lange das dauert, welche Ausscheidungen und Körperflüssigkeiten man ins Gesicht oder in irgendwelche Körperöffnungen (und wie) bekommt, wie sich das anfühlt und wie es stinkt, wenn man aufstößt, ausgiebig furzt oder sich notfalls dabei dann gleich noch in die Hose scheißt.
Selbst mit Schnellvorlauf kann man diesen Film gar nicht so schnell wegkriegen, wie man ihn eigentlich verbrennen sollte; ich kann in dieser Travestie einer Parodie einer Satire eines Spoofs nicht mal eine aromatisierte Ahnung von Humor auffinden.
Besonders ärgerlich ist das unvermittelte Auftreten von Akteuren in berühmten Johnny-Depp-Rollenkostümen, die einen Werwolfstamm ausrotten und extrem unangenehm jede Szene, in der die schwabbeligen Werwolfjungs auftauchen (das ist gefühlt jede zweite).
Mit den depperten Jungvampiren hätte man ein paar gute Jokes bauen können, aber selbst das kriegen die zwei Drehbuchseiten nicht hin. Stattdessen setzt Moss komplett auf den Ekelreflex rund um Körperfunktionen- und –flüssigkeiten und kloppt diese endlos breit.
Als Streckungsmittel taucht dann ständig die Kamera einer Reality- oder Dokucrew auf, die blöde Fragen stellt und wohl als Szenenüberleitung aushelfen soll. Am Rande der Erträglichkeit ist nur die Rosalie-Parodie, die permanent damit beschäftigt ist, Bella zu killen, was man als Zuschauer problemlos nachvollziehen kann.
Inhaltlich ist das alles Re-Hash von des dritten Films der Twilight-Saga, „Eclipse“, vermutlich weil die sexuelle Spannung in dieser Vorlage am intensivsten war. Damit gerät dieser Film natürlich dann auch entsprechend platt.
Ich schließe nicht aus, dass Zwölfjährige (Jungen) daraus für den Schulhof ein gewisses Skandalpotential ziehen könnten, aber bei allen aus Amerika heraussickernden blöden, flachen oder doofen Witzen, für die man angesichts des jeweiligen Humorpotentials des Zielpublikums Verständnis entwickeln könnte, ist das hier eine Spur im Klo. (1/10)