Seit Spielberg gelang es niemandem mehr so recht, die Großen des Erdmittelalters zu reanimieren und auch ein vergleichsweise sehr kleiner Fisch wie Regisseur Dan Bishop haucht den Dinosauriern nur bedingt frisches Leben ein.
Auf der Ranch von Dr. Cole gehen merkwürdigen Dinge vor sich, da der alte Kauz niemanden auf seinem Grund und Boden duldet und für seine Experimente merkwürdige Utensilien benötigt. Als eine Reihe Reisender das texanische Kaff passiert, müssen sie am eigenen Leib erfahren, was der verrückte Wissenschaftler auf seiner "Raptor Ranch" treibt...
Den ersten Dino bekommt man bereits nach weniger als fünf Minuten zu Gesicht, als die Mutter der Heldin Abbi getötet wird. Das Vieh ist okay animiert, es fügt sich glaubhaft in die Landschaft ein und sogar die Schattenbildung funktioniert so einigermaßen. Allerdings dauert es bis zum letzten Drittel, bis die Kreaturen wieder zum Vorschein kommen, denn bis dato verlässt sich die Geschichte allzu sehr auf seine skurrilen Figuren und einige Situationskomik.
Neben dem Wissenschaftler mischen am Rande zwei Cops mit (einer Lorenzo Lamas), ein schmieriger Restaurantbesitzer, ein junger gebürtiger Ire welcher selbst unter lebensgefährlichen Umständen seine Mütze tragen muss und ein tuckiger Sänger mit seinen Miezen. Die einzelnen Konstellationen werden separat eingeführt und so dauert es eine ganze Weile, bis alle zusammenfinden und das Weglaufen vor den Dinos an Fahrt aufnimmt.
Dabei wird das Geschehen halbwegs abwechslungsreich gestaltet und auch die Originale von Spielberg bekommen ein wenig ihr Fett weg, zumal sich das Treiben zu keiner Zeit ernst nimmt und man natürlich genau weiß, dass allenfalls Trashfans ihre Freude an dem Werk haben dürften. Blut fließt derweil eher selten, zwar wird kurz eine Enthauptung serviert, doch das Zertrampeln per CGI-Blut sieht verdammt unterirdisch aus.
Glücklicherweise lässt sich das über die Gestaltung der Raptoren nicht behaupten, da diese im letzten Drittel wuchtig mitmischen und Kleinbusse umwerfen als auch eine leere Fabrik aufmischen.
Das Erzähltempo wird konstant hoch gehalten, handwerklich ist ansonsten nicht viel anzukreiden, nur einige Mimen sind ein wenig lustlos bei der Sache, während andere ihre comichaften Einsätze sehr ernst nehmen und mit angemessenem Overacting performen.
Der Score könnte indes etwas deftiger antreiben und auch der Schlussgag fällt ein wenig lau aus, doch wer insgesamt nicht mehr als ein paar okay animierte Dinos und ein paar bunte Figuren ohne tiefgründige Geschichte erwartet, kann sich zumindest einen netten Abend gestalten.
5,5 von 10