Schnarchtablette, deren reißerischer deutscher Titel dem eigentlichen Inhalt in keinster Weise gerecht wird. So ist der Film kein Softporno, sondern ein Drama, das immer wieder von gelegentlichen kurzen Nackt- und Sexszenen unterbrochen wird.
Zur Handlung: In einer Villa werden mehrere Aufnahmen für ein Herrenmagazin gemacht. Ein längeres Schachspiel soll über die Zukunft eines Liebespärchens entscheiden. Und einen Selbstmord gibt es dann auch noch...
Im Prinzip ist der Streifen nichts anderes als ein zähes, ereignisloses Kammerspiel mit sehr begrenztem Personenkreis in einer alten Villa, die selbst Jahrzehnte später noch herrlich nach Pornoflair duftet. Arg viel erwarten sollte man aber nicht: Regisseur Mario Gariazzo inszenierte so träge und schwerfällig, das man glaubt, die Bilder bleiben stehen. Es gibt reichlich milchige Fotographie und den typischen Dadada-Frauen-Singsang aus der damaligen Euro Sleaze-Epoche. Schlägt eine der Damen die Beine übereinander und gewährt gewisse Einblicke, dann wird es schon erotisch, oder was man darunter versteht...
Die bekanntesten Film von Herrn Gariazzo sind übrigens "L´Ossessa - Das Omen des Bösen" (1974), "Play Motel" (1979) und "Amazonia - Kopfjagd im Regenwald" (1985). Im Falle von "Nadine..." kam ein kitschig-langweiliges Sexdrama zustande, das zudem einen reichlich naiven Blick auf die Welt der Reichen und Schönen wirft. Schon während des Anschauens zum Vergessen. 2 von 10 Punkten.