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John Carter stirbt 1881, seine Leiche wird in dem auf seinem Grundstück befindlichen Mausoleum beigesetzt. Das sind die Informationen, die an Johns Neffen Edgar übermittelt wurden. Als er das Tagebuch seines Onkels ausgehändigt bekommt, erfährt er von dessen unglaublicher Reise zum Mars, wo sich John mitten in einem Konflikt zwischen den einheimischen Rassen wiederfand.

So ganz neu präsentiert sich das alles nicht, viele Elemente hat man schon mal irgendwo anders (und je nach dem auch mal besser) gesehen. Doch kann man das nicht unbedingt dieser Geschichte zum Vorwurf machen, denn aus den ab 1912 veröffentlichten Geschichten um Carter haben sich schon einige Filmemacher anderer Serien bedient.

Taylor Kitsch als Protagonist macht seine Sache gut, im Gegenzug bleibt Domic West als Bösewicht Sab Than blass, was das Ganze letztlich nicht so mitreißend macht, wie es wohl geplant war. In der restlichen Darstellerriege finden sich noch Lynn Collins als Kampfamazone und love-interest, sowie Willem Dafoe und Thomas Hayden Church, beide als grüne CGI-Marsianer unterwegs. Das Budget von 250 Mio. $ wurde augenscheinlich in Technik investiert, die sowohl ganze Welten, sich bewegende Städte als auch Figuren in ansehnlicher Weise auf den Bildschirm zaubert.
Das Tempo ist schwankend, bewegt sich aber noch im Rahmen. Der Action-Overkill bleibt glücklicherweise aus, wobei sich der Film stellenweise ernster nimmt, als es die Geschichte hergibt; einen gewissen Trash-Faktor hat das Ganze schon. Aber die Mischung aus Science-Fiction, Fantasy, ein bisschen Romanze und Märchen funktioniert meist gut und unterhält als anspruchsloses Popcorn-Filmchen. Und mehr will man dem Zuschauer hier auch nicht bieten, wobei das auch bedeutet, dass alles schön poliert und massentauglich-harmlos inszeniert wird.

Unterm Strich ist "John Carter" eine ansehnliche Mars-Sause mit Schauwerten, einer bei der Stange haltenden Geschichte (trotz bekannter Mechanismen) und einem ordentlichen Unterhaltungsfaktor.

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