Nach Beginn mit einer kurzen Sci-Fi-Schlacht auf einem fremden Planeten findet man sich plötzlich in einer Art viktorianischem Amerika wieder, um kurz darauf im Wilden Westen zu landen. Ach ja, das alte Rom kommt auch noch dazu. Inklusive den aus der gleichnamigen Serie bekannten Mark Anton (James Purefoy) und Gaius Julius Caesar (Ciarán Hinds). An dieser Stelle ist allerdings erst eine gute Viertelstunde verstrichen!
Außerdem gibt's eine verlebt aussehende Krieger-Prinzessin und allerhand Tamtam mit Schwertern, Monstern und Rumgehopse.
Was es leider nicht gibt sind mitreißende Spannung, bewegende Momente oder Charaktere, mit denen man sich identifizieren oder mitfiebern könnte.Der unausgegorene Mix aus 'Der mit dem Wolf tanzt', 'Avatar' und Jules Verne ist jedenfalls auch in 3D lahm wie ein Fiat Panda auf dem Nürburgring und man hat nicht viel verpasst, wenn man ihn verpasst hat.
Unglaublich, dass Disney dafür $250 Mio. in den Wüstensand gesetzt hat. Der verantwortliche Disney-Boss Rich Ross legte wegen dieses Desasters übrigens sein Amt nieder.'John Carter' sollte ganz großes und möglichst zum Franchise ausbaubares Sci-Fi-Kino werden, entwickelte sich aber auch aufgrund einer missglückten Marketing-Kampagne zu einem der finanziell gewaltigsten Rohrkrepierer der jüngeren Filmgeschichte.
Ein Riesenzirkus, den man schon nach zwei Tagen nahezu vollkommen wieder vergessen hat.