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John Carter basiert auf der Romanreihe von Edgar Rice Burroughs, die bereits seit über 100 Jahren als Grundlage für spannende Abenteuer auf dem Mars dient. Regisseur Andrew Stanton, bekannt für Pixar-Erfolge wie Findet Nemo und WALL·E, wagte hier den Sprung ins Live-Action-Sci-Fi-Genre, was an sich schon Respekt verdient.

Der Film erzählt die Geschichte des Bürgerkriegsveteranen John Carter (Taylor Kitsch), der durch ein mysteriöses Portal auf den Planeten Barsoom teleportiert wird. Dort gerät er in einen Krieg zwischen verschiedenen marsianischen Völkern. Neben atemberaubenden Landschaften und aufwändigen Sets besticht der Film durch beeindruckende visuelle Effekte und kreative Kreaturen-Designs.

Die Besetzung ist durchaus prominent: Während Taylor Kitsch als Hauptfigur leider nicht ganz überzeugen kann, sorgen Schauspieler wie Willem Dafoe als weiser Thark-Krieger, Lynn Collins als Prinzessin Dejah Thoris und Samantha Morton für starke Akzente und emotionale Tiefe.

Inhaltlich ist John Carter ein klassisches Sci-Fi-Abenteuer, das durchaus Spaß macht und mit einer guten Portion Nostalgie daherkommt. Die Handlung ist verständlich und bietet genügend Spannung, ohne zu kompliziert zu werden. Einige Kritikpunkte sind die etwas steife Hauptrolle und der zum Teil holprige Dialog, was mir in der deutschen Fassung jetzt nicht auffiel.

Trotz des damaligen finanziellen Misserfolgs und der eher mäßigen Kritiken bleibt John Carter ein sehenswertes Abenteuer, besonders für Fans von klassischen Sci-Fi- und Fantasy-Geschichten. Wer sich für Science-Fiction begeistern kann, sollte sich von den schlechten Kritiken nicht abschrecken lassen und dem Film ruhig eine Chance geben.

Die Mischung aus guter Technik, kreativer Welt und sympathischen Nebenfiguren macht ihn zu einer lohnenden Empfehlung.

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