Review

Nennen kann man den Film wie man will, auf jeden Fall ist es der dritte Teil der Kampfsportreihe, welche eigentlich nur " Kickboxer " heißt, aber in Deutschland einfach in die " Karate Tiger " Reihe hinein versetzt wurde. Auch dieser Teil ist ordentlich geworden, zugegeben nichts besonderes, aber für Action und Kampfsportfans auf jeden Fall Pflicht. Regie übernahm diesmal der eher unbekannte Regiesseur Rick King und hatte somit wenigstens ein solides Filmwerk in seiner Liste stehen.

Inhalt:
Kickbox Champion David Sloan reist mit seinem Meister Xian nach Rio, wo er gegen den dortigen Champion Martin antreten soll. Dort lernt David den Straßenjungen Marcos und seine Schwester Isabella kennen. Doch Isabella wird kurz darauf von dem Gangster Lane entführt, welcher sie in sein privates Bordell stecken will. Also gehen David, Xian und der kleine Marcos auf die Suche und stoßen bald auf Lane. Doch dieser will David zum Kampf mit Martin zwingen und nimmt die Beiden gefangen. David beginnt hart zu trainieren, weil er weiss, dass Martin kein einfacher Gegner wird.

Auch dieser Kickboxfilm reisst nicht gerade vom Hocker und funktioniert nach Schema F, aber er unterhält prächtig und wird niemals langweilig. Die Story bietet immerhin etwas Abwechslung zu den bisherigen Teilen. Zudem darf man sich hier in Rio herumkloppen und gleichzeitig noch eine Entführte retten. Zusätzlich wird hier noch eine moralische Botschaft versendet für die armen Kinder die auf der Straße leben, natürlich helfen David und Xian da ohne viel Fragen zu stellen, oder zu überlegen, ist einfach selbstverständlich. Dadurch werden sie in den Bann des Amerikaners Lane hereingezogen, welcher sein Geld mit Kämpfen und Frauen macht. Wenn eine Frau versucht zu fliehen, wird sie erschossen, was wir gleich am Anfang des Filmes mitbekommen.

Die Stärke des Films sind natürlich die Fights und diese sind auch hier wieder sehr hart und zudem noch gut choreographiert. Gut man kann jetzt darüber streiten, aber meiner Meinung nach hätte man ruhig noch ein wenig mehr Action bringen können. Die Fights dominieren hier, nur in der Mitte gibt es mal einen ziemlich blutigen Shootout. Die Kämpfe selber sind immer echt kurz gehalten, aber wie schon gesagt, sehr hart. Aber dafür hat es der Endkampf mit Martin dann in sich. Dieser ist recht lang und man schlägt sich gegenseitig halb tot. Insgesamt sit die Action aber ausreichend und gut im Film verteilt. Außerdem geht der Film eh nur knappe 90 Minuten, wobei Längen keine Chance haben.

Wichtig ist natürlich auch das Training in einem Kampfsportfilm, das darf nicht fehlen. Auch hier muss David ganz schön ranklotzen, auch wenn er es nur auf das Drängen von Lane macht und weil er dazu gezwungen wird. Lane ist keinerlei Training zu hart um David zu drangsalieren. Dazu noch ein paar Weisheiten und Tipps vom Meister und unser Held ist gestählt für den Endkampf, den er natürlich gewinnt.

Die Kulisse Rios ist sehr exotisch in Szene gesetzt. Fast wie auf einem Urlaubsvideo. Dabei lässt Rick King fast keine schicke Lokalität aus um mit der Kulisse zu punkten und dies hat er auch fertiggebracht.
Der Score stammt sogar vom Meister Harry Manfredini und ist daher auch ziemlich abwechslungsreich und vor allem passend geworden. vor allem die Action und Fight Mucke ist echt was geworden.

Sasha Mitchell darf auch hier wieder als David Sloan ran. Er schlägt sich sehr solide und macht in den Fights eine sehr geübte Figur. Auf jeden Fall kann er als Kickboxheld überzeugen, aber als schießwütiger Rambo etwas weniger. Es steht ihm einfach nur die Kämpferrolle.
Dennis Chan ist als Meister Xian wieder dabei, nur die Synchro ist diesmal nicht geworden, denn die ist etwas nervig und manchmal auch lächerlich. Auch seine Weisheiten und Humorversuche gehen manchmal nach hinten los.
Aber Richard Comar als Lane gibt einen guten Fiesling ab, immerhin ist er recht charismatisch und wenn es darauf ankommt ein fieses Schwein.
Ian Jacklin in der Rolle des Martin gibt ein echt gutes Arschloch ab, aber irgendwie keinen richtig ernstzunehmenden Gegner für David.
Auch der restliche Cast macht seine Sache solide und es gibt keine lächerlichen Charaktere.

Fazit:
Auch hier hat man wieder gute Genrearbeit abgeliefert. Viele Fights, ein sehr blutiger Shootout, es hätte etwas mehr sein dürfen, aber das Vorhandene ist sehr ordentlich in Szene gesetzt. Kulisse und Sound sind sehr schick, aber der Plot ist nach Schema F gestrickt. Aber gute Unterhaltung ist garantiert, auf jeden Fall einen Blick wert.
Von mir 6,5 von 10 Punkte.

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