Review

Ein Pfadfinder und seine Brieffreundin brennen auf einer Insel durch und werden fortan von einem Polizisten, aufgebrachten Eltern und der Besatzung des Pfadfinder-Camps verfolgt.

Regisseur Wes Anderson frönt in "Moonrise Kingdom" wieder seiner ganz eigenen Inszenierungskultur, angefüllt mit schrägen Charakteren und trockenem Witz, wobei Melancholie und Komik mal wieder Tür an Tür wohnen. Die beiden gut aufspielenden Hautdarsteller (Jared Gilman, Kara Hayward) werden um ein Staraufgebot ergänzt (u. a. Bruce Willis, Edward Norton, Tilda Swinton und Bill Murray), welches sich aber nie in den Vordergrund drängelt, sondern dezent in das Gesamtbild einfügt.
Die Geschichte selbst wird ohne großes Bohei erzählt und manchmal stellte sich mir auch die Frage, wohin sie denn eigentlich will. Manche Elemente scheinen reine Staffage ohne Relevanz für die Geschichte zu sein (Affäre, Hund). Es bleibt eine teils trockene Coming of age - Erzähle, die für Andersons Verhältnisse relativ mainstreamtauglich daherkommt. Eingefangen durch eine sehr gefällige Kameraarbeit und der Musik von (unter anderem) Alexandre Desplat, ist "Moonrise Kingdom" aber ein sehenswerter Beitrag Andersons, der mit seinen Details und seinen eingestreuten Skurilitäten punktet.

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