Sam Worthington spielt erneut Perseus, Halbgott und Sohn des Zeus, gespielt von Liam Neeson, dessen ruhiger Alltag als Fischer ein abruptes Ende findet, als sein Vater ihn aufsucht. Dieser erbittet die Hilfe des Halbgotts, da sich Hades, gespielt von Ralph Fiennes, und Ares verbündet haben und die Titanen aus dem Tartarus befreien wollen. Als Zeus gefangen genommen wird, ist Perseus der letzte, der die Welt noch retten kann.
“Kampf der Titanen“ war zwar nicht sonderlich gut, dafür aber ziemlich erfolgreich, somit war es nur eine Frage der Zeit, bis die Macher eine Fortsetzung liefern würden. Auch die ist kein Meisterwerk geworden, aber doch sehr unterhaltsam und zudem besser als der Vorgänger.
Dies liegt unter anderem daran, dass der Film direkt durchstartet und sich die Macher nicht allzu lang mit nervigem Vorgeplänkel oder einer ambitionierten Charakterkonstruktion aufhalten, dass es hier nicht um inhaltliche Tiefe geht, sollte nach dem Vorgänger sowieso mehr als klar sein. Also werden die Titanen so schnell wie möglich befreit, Zeus entführt und Perseus auf die Reise geschickt, die dann bis zum Ende sehr kurzweilig ausfällt. Perseus nimmt den Sohn Poseidons, Agenor, sowie ein paar weitere Gefährten mit auf die Reise. Der Gruppen-Clown ist dabei Agenor, der leider nicht wirklich lustig ist, aber sowieso eher an den Rand gedrängt wird.
Stattdessen gibt es viel Action, die sich durchaus sehen lassen kann, weil die Effekte sehr gut geworden sind und auch die Inszenierung stimmt, da man sich zudem sowohl über Masse, als auch über Klasse der Action-Sequenzen nicht beschweren kann, unterhält “Zorn der Titanen“ durchaus überzeugend. Die Umsetzung in 3D ist letztlich zwar nicht wirklich von Nöten, sieht in manchen Szenen aber durchaus gut aus, außerdem sind die Kulissen ebenfalls absolut sehenswert und gut erstellt, beispielsweise gibt der Tartarus visuell einiges her. Zudem ist das Ganze schnell erzählt, so bleibt zwar wenig hängen, der Sprung übers Mittelmaß will auch nur teilweise gelingen, aber so reicht es zumindest für den Vorgänger und einen unterhaltsamen Abend.
Die Story ist dabei weder geistreich, noch unvorhersehbar, aber nicht so dämlich, dass man sich permanent über sie Ärgern muss, sie trägt ganz gut von einem Schauplatz zum nächsten. Echte Spannung kommt dabei nicht auf, immerhin werden am Ende dann mal unter den Göttern die Seiten gewechselt, womit zumindest ein wenig Überraschung geboten wird, ansonsten gibt es klischeehaftes Pathos und ein vorhersehbares Ende. Dafür wird darstellerisch eine versierte Vorstellung geboten, Sam Worthington ist gewohnt solide, Liam Neeson, Bill Nighy und Ralph Fiennes unterfordert, aber ebenfalls sehenswert.
Fazit:
“Zorn der Titanen“ unterhält mit guten Action-Sequenzen und sehenswerten Effekten durchweg gut, weil er zudem schnell erzählt ist und sich nicht mit Nebensächlichem aufhält. Die Story kommt so natürlich entsprechend etwas kurz, besser als der Vorgänger ist “Zorn der Titanen“ dennoch geworden.
65%