Alle Kurzkommentare


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kurz angerissen* erstmals veröffentlicht: 02.09.2012 Etwas launiger als der erste Teil, weil diesmal zumindest ein bisschen Humor eingeflochten wird. Ansonsten ist das aber die gleiche Soße wie bei Teil 1: Worthington hat auch mit Lockenkopf nicht mehr Charisma im Gesicht und die Kreaturen auf dem Weg zur Oberkreatur werden erst bezwungen und wirken dann plötzlich ganz handzahm. Der Magma-Mann kann von Effektseiten her etwas mehr als der Kraken im ersten Teil, das sieht schon ganz nett aus, aber ins Nichts gepflanzt machen selbst solche Effektspektakel keinen Spaß. Wär er doch nur Fischer geblieben, der gute Mann... *weitere Informationen: siehe Profil

7

Handlungsmäßig durchschnittliche Melange aus *Gladiator* etc.; aber optisch ein wahrer Genuß. Mag sein, das sich nicht an die Eckdaten der griechischen Mythologie gehalten wird, aber auch diese ist bloße Fantasie und dehnbar zu interpretieren wie andere Fantasy-Werke á la Herr der Ringe, die Bibel oder esoterischer Größenwahn. Darstellerisch glänzen die Stars Liam Neeson und Ralph Fiennes eher tuchmatt - keine Ahnung was denen zum Unterzeichnen des Vertrages bewogen hat, ihre Text-Lines können es jedenfalls nicht gewesen sein; eher ein "Teil-2"-Knebel-Vertrag. Sam Worthington gibt hier allerdings sein bestes (in Relation zur gebotenen Möglichkeit) und avanciert damit in die Filmstar-Oberliga. Fazit: kein Meisterstück, aber ein schönes Filmerlebnis.

4

Das Desinteresse der meisten Kinobesucher spricht ja schon Bände: Das Sequel zum Remake muss zwar nicht mehr den ständigen Vergleichen zum 81er Original standhalten, es kann als Antike-Fantasy aber auch nicht auf eigenen Füßen stehen. Dazu ist der Plot zu ausgelutscht: Ein Held sammelt Mitstreiter (u.a. das toughe Amazonenweib und der zottelige, verwirrte Weise) um sich und muss von A über B und C nach D gelangen, um dort einen Unruhestifter unschädlich zu machen. Wenn nicht gerade irgendetwas brennt oder irgendwelche Fabelwesen, von denen keines mehr so imposant ist wie der Kraken, durchs Bild wuseln, dann ist Langeweile angesagt. Kein einziger Moment berührt einen und besonders Liam Neeson als Zeus liefert eine absolut langweilige Vorstellung ab.

5

Selten eine so lieblose Mythologie-Verfilmung gesehen (wobei ich die Anlehnung an der "echten" Mythologie stark bezweifle). Ach doch, "Kampf der Titanen", wohl gemerkt der von 2010. Bei beiden war, leicht durchschaubar, nur der Geldbeutel als Ursprung, Weg und Ziel. Einige gute Darsteller werden traurigerweise zwischen viel Mittelmaß verheizt und gehen spätesten in den aufdringlichen Computers(spiel)sequenzen unter, welche qualitätiv aber nicht mal wirklich durchgängig hochwertig sind. Mainstream-Trash, falls so eine unsinnige Kombination als Bezeichnung für solchen Quark erlaubt ist. Im Kino vielleicht noch halbwegs entertaining, zuhause aber sicher ein absolutes No-Go.

4

Das Sequel zum mythologischen Götter-Gemetzel Kampf der Titanen leidet zwar unter den selben Schwächen seines schrecklich belanglosen Vorgängers, vermag diesen dank manch beeindruckender Bilder aber dennoch zu überbieten. Inszenatorisch kristallisieren sich einige schicke Szenen heraus (bspw. die Kamerafahrten in der Unterwelt oder die Panoramen beim Pegasusflug), welche wiederum Seite an Seite mit zwar sehr effektvollen, aber eher unspektakulären Schlachten stehen. Inhaltlich sollte erneut nichts erwartet werden: Die entscheidenden Stellen lassen ein episches Gefühl von Größe schmerzlich vermissen und packen daher ebenso wenig wie das Schicksal der Protagonisten. Immerhin sorgen Toby Kebbel sowie Bill Nighy für etwas komischen Klamauk, welcher dem sonst eher ernsten Schwachsinn wirklich gut steht. Zorn der Titanen zeigt sich als seelenloser Blockbuster, dessen Schauwerte die Schwachpunkte nicht kompensieren können.

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