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Jaja wenn es eine Art Filmgatung gibt, welche es schafft immermal wieder zu überraschen dann ist das sicherlich der Independentfilm. Meist mit recht kleinem Budget hergestellt, bieten eben solche Machwerke mehr als nur oft Storys bei welchen man bei großen Produktionsstudios sicherlich zu erschrocken sein dürfte um in sie zu investieren.
Eben solch ein Film ist der hier besprochene "Excision" welcher weit aus mehr als ein Horrorstreifen ist.

Pauline (AnnaLynn McCord) steckt gerade mitten im Erwachsenwerden. Gerade achtzehn geworden ist ihr Leben nicht gerade als einfach zu bezeichnen. Ihre äusserliches Erscheinungsbild schmutzig, verpickelt, krank wirkend... Freundesanzahl = 0. Von der Mutter (Tracy Lords) weder akzeptiert, noch verstanden und auch die Lehrer in der Schule zollen ihr keinen Respekt...
Obendrein ist auch noch ihre Schwester totkrank...
Das schlägt Pauline nicht nur aufs Gemüt sondern auch ziemlich auf die Psyche, so das es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Frau die später mal so gerne eine Karriere in Richtung Medizin einschlagen will durchdreht.

Es ist ziemlich schwer das Langfilmdebüt von Regiesseur Richard Bates Jr. in eine Sparte zu stecken. Denn der ziemlich sicke Streifen kann auf keinen Fall als reiner Horrorfilm durchgehen. Zu präsent die Drama-Elemente und zu oft sickert tiefschwarzer Humor über den Bildschirm.
Der recht kurze Film (ca. 80 Minuten) baut dabei seine Spannung stätig auf und lässt den Zuschauer immer mehr in die Abgründe von Paulines Psyche hineinrutschen.
Das liegt meiner Meinung nach vorallem an zwei Dingen:
Erstens an den immer wieder eingestreuten Traumsequenzen, welche wirklich  drastisch und teilweise ziemlich blutig sind.
Und zweitens an der Darstellerischen Leistung von AnnaLynne McCord. Die normalerweise als Model tätige McCord schafft es die ziemlich labile Pauline in wlrklich hervoragender Weise zu verkörpern.

Aber auch die anderen Darsteller sollten nicht unerwähnt bleiben.
So hat man so manches bekannte Gesicht in Rollen gesteckt welche eigentlich total gegen ihre übliche Rollen gehen.
Ray Wise als überforderter Schulrektor, Malcolm McDowell als Mathelehrer und Tracie Lords als strenge religiöse Mutter spielen dabei ziemlich gut auf, sodass man vorallem bei Frau Lords, welche ja in der Vergangenheit wirklich nicht durch ihr Schauspieltalent aufgefallen ist, mehr als überrascht ist.

Fazit:
Wer bei "Excision" einen reinen Horrorfilm erwartet und auf möglichst viel Gore und Splatter aus ist, dürfte nach Sichtung des Streifens eher entäuscht sein. Denn hierbei wird zwar auch ordentlich Blut vergossen aber das Drama steht meiner Meinung nach eher im Vordergrund. Wer sich darauf einlässt wird aber dennoch so manche sicke Sache geboten bekommen und dürfte den Film auch noch etwas länger in Errinerung behalten.
Da ich mich erst etwas in den Film reinfinden musste, vergebe ich 7 Punkte

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