Review

Amerikanische Wälder waren schon in so manchem Thriller und Horrorfilm gut gewählte Locations um für Spannung und intensive Verflogungsjagdten zu sorgen. Genau das selbe hat man sich wohl auch beim 2012 entstandenen "Black Rock" gedacht, in welchem drei Frauen auf eine einsame Insel tuckern um dort ein paar mehr oder weniger fröhliche Tage zu verbringen. Natürlich wird nix draus... wird sind ja schließlich in nem Thriller bzw. Horrorfilm.


Sarah( Kate Bosworth), Abby (Katie Aselton) und Lou ( Lake Bell) waren in der Jugend die besten Freundinnen. Solange bis Lou mit dem damaligen Freund von Abby unzüchtig gewesen ist, was zur Folge hatte das die Freundschaft nicht mir länger bestand.
Dennoch schafft es Sarah die beiden zu überreden mit ihr auf einen Ausflug zu den abgelegenen Insel Black Rock zu unternehmen. Nachdem die Gruppe sich ausgiebig anzicken konnte, treffen die Frauen auf drei Männer welche ihre Zeit mit jagen totschlagen.
Man lernt sich kennen, Alkohol fließt... alles scheint in Ordnung...
bis eine der Frauen einen schrecklichen Unfall verursacht...

Man,man,man und wiedermal durfte ich unter der meinen eigens für mich aufgestellten Regel leiden, welche mir vorgibt, jeden angefangenen Film bis zum Ende zu schauen.

Katie Aseltons ( stand hier vor sowie hinter der Kamera) mit kleinem Budget realisierter "Black Rock" ist nähmlich ein zäher, nerviger, unlogischer und Highlightarmer Streifen der übelsten Sorte. Hier hat man so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann.

Der Film läuft noch keine 5 Minuten und schon wird der Zuschauer übelstem Zickenterror ausgesetzt welcehr so nervt, das mindestens ein Auge unweigerlich in Richtung Aus-Knopf schielt. Hier werden vor Jahren angefangene Streitereien ausgiebig diskutiert bis die Schwarte kracht. Der Versuch den Charakteren Tiefe zu verleihen geht hier meines Erachtens gehörig schief und die drei Darstellerinnen gehen gehörig auf den Sack.

So tuckert man dann auf die Insel wo das Heckmeck weitergeht, während man durch den Wald stapft. Geschlagene 20 Minuten ( die sich anfühlen wie ne Stunde) sind bereits vergangen, bis endlich die Jäger ins Bild maschieren. Die werden dann erstmal zum freudigen Lagerfeuer Plausch eingeladen. Während eine der Frauen sich besäuft und flirtet ( die Art und Weise wie das tut, lädt zum fremdschämen ein) finden die anderen beiden heraus das die Männer unehrenhaft entlassene Soldaten sind, die im Irak und Afgahnistan gedient haben. Natürlich haben die Herren nen schönen Knax davon getragen, denn die Klischees müssen ja bedient werden... Dann kommt es zum besagten Unfall mit Todesfolge... spätestens jetzt dürfte jeder Zuschauer wissen wie der Film weiter geht.
Auf zur Jagd.

Während es ja Genreüblich bekannt ist das sich die Gejagdten nicht immer schlau verhalten, hat man es hier zudem mit ziemlich beknackten Bösewichten zu tun, welche sich genauso strunz doof verhalten.
Selten, wirklich sehr sehr selten habe ich so viel Dummheit gesehen wie hier.

Achtung!!!! Spoiler Anfang:--------------------------------------------------

Anhand einiger Beispiele erwähne ich hier mal was ich da so meine.

Bsp. nr.1:

Nachdem die eine Trulle, dem einen Kerl eins mit nem Stein übergebraten hat, weil dieser sie vergewaltigen wollte, segnet dieser das zeitliche... Die anderen Jungs merkens und fesseln die drei Damen mit nem Seil. So weit so ok. Interessant ist es dann wie die Frauen entkommen. Nähmlich dadurch das die eine Tussi die Typen provoziert, woraufhin der die Frauen losschneidet (!). Dann werden der eine (wohlgemerkt Ex-Soldat) von einer Frau umgeschubst und dem anderen wird Sand ins Auge geworfen, trotz Waffen im Anschlag schaffen die Weiber natürlich die Flucht...

Bsp. nr. 2:

Die drei Frauen warten bis es Nacht ist, damit sie bessere Chancen haben zu entkommen... Sie sehen das Boot der Jäger im Wasser und entschließen sich das dies wohl die geeignete Fluchtmöglichkeit ist... Also krabbeln sie auf dem Strand entlang, bis eine der Zicken entscheidet es sei Zeit lauthals rumzuplären das dass eine dumme Idee sei. Schwups hat sie ne Kugel im Kopf. Anstatt wegzurennen springen die anderen beiden ins Wasser wo sie eigentlich ein offenes Ziel sind, anstatt sich im dunklen Wald zu verstecken... Naja die Jäger sind dennoch zu doof um zu treffen.

Bsp. nr. 3:

Einer der Herren der Schöpfung schafft es sich ohne Fremdeinwirkung sich das bein zu brechen indem er ausrutscht.

Und schließlich Bsp. nr. 4:

In einer Szene meint einer der Typen, welcher mit einem Gewehr bewaffnet ist, das es zu gefährlich sei sich den beiden Frauen auf mehr als 50 Meter zu nähern und schießt lieber aus der Distanz auf die beiden... Die Frauen waren mit nem Taschenmesser und nem Holzpflock bewaffnet...

Spoiler Ende.----------------------------------------------------------------------

Zudem sei zu erwähnen das die Zickereien der Frauen auch nicht dann aufhören wenn sie gehetzt werden. Dadurch wird die Spannung total zerstört und Dramatik und Nervenkitzel erlischen vollends.

Wer wenigstens hofft ein Paar deftige blutige Einlagen zu Gesicht zu bekommen, der wird bitter entäuscht... Denn hier gibts so gut wie gar nix... Entweder wird weggeschwenkt oder die Effekte sind einfach nur billigst inszeniert. Da waren in manchem Film ab 12 mehr geboten.

Darstellerisch sind allesamt auf den gleichen schlechten Niveau.
Zwar hat man mit Kate Bosworth ( hat z.B. in "21" mitgewirkt) und Lake Bell zwei bekanntere Gesichter mit an Bord,  dennoch hat man selten so unglaubwürdige Charaktere gesehen. Vorallem Katie Aselton sei hier zu erwähnen. Die Angst die die Frauen haben sollten kommt jedenfalls niemals rüber und die Wut der Jäger lässt auch zu wünschen übrig.

Fazit:
Und wieder 80 Minuten meines Lebens verschwendet...
"Black Rock" ist ein billigst abgedrehter Backwood-thriller welcher trotz kurzer Laufzeit so zäh ist wie Gummi. Dumme Charaktere, unrasante Action und rumgezicke am laufenden Band...
Der Versuch Drama mit Thriller geht hier gehörig schief und Katie Aselton sollte es sich nochmal überlegen ob es eine gute Idee war, gleichzeitig auf dem Regiestuhl zu sitzen und vor der Kamera zu agieren eine gute Idee war.
Weil die Waldaufnahmen ganz nett sind, gibts nen Punkt extra... sodass der Film auf knappe 2 Punkte kommt.

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