Review

Nachdem der vorliegende Film in einigen Reviews mehr oder weniger übel verrissen wurde, soll hier nun der Versuch unternommen werden, zumindest eine klitzekleine Lanze für den arg gebeutelten Streifen zu brechen.

Jeremiah Hundley, der für diesen Film nicht nur als Regisseur sondern in fast allen anderen wesentlichen Funktionen verantwortlich zeichnet, hat tatsächlich das Kunststück fertiggebracht, aus fast allen Filmgenres irgendwelche Bruchstücke zusammenzutragen. Zwar passt das fertige Flickwerk dramaturgisch überhaupt nicht zusammen, doch gerade das steigert den Unterhaltungswert des Films enorm. Zumindest kommt durch den ständigen Wechsel des Genre (Fantasy, Action, Thriller, Drama, Liebe, Rape&Revenge, Söldner und und und ...) nie richtige Langeweile auf.

Dabei hat Hundley, der hier übrigens seinen ersten und letzten Auftritt als Regisseur hinlegt, dem ganzen Wirrwarr einen gewissen Schmuddeligkeits-Look verpasst, sodass sich der Film von sterilen Hochglanzproduktionen anderer Labels wohltuend abhebt. Einige Szenen sind dermaßen skurril, dass man hier und da als Zuschauer doch überrascht und etwas ungläubig in die Röhre guckt. Besonders hervorzuheben ist die bizarre Szene mit Tommy 'Tiny' Lister, die auch noch ein (*Spoiler*) recht derbes und blutiges Ende findet.

Apropos Härte: Wahnsinnig viel wird hier zwar nicht geboten, doch sind einige nette Einschüsse und ein bisschen Blutvergießen vorhanden. Gary Daniels mimt dabei den Fiesling recht überzeugend, während Danny Trejo als schwergewichtiger Wunderheiler eher fehlbesetzt wirkt. Aber bekanntlich lockt man mit einem Auftritt von Macheten-Trejo immer ein bisschen mehr zahlende Kundschaft heran, somit wurde hier also besetzungstechnisch absolut konsequent gehandelt.

Und noch ein Wort zur DVD von Mr. Banker: Das Bild ist einigermaßen ok, aber das zusammengeschusterte Cover mit Hubschraubern hinter einer explodierenden Feuerwolke ist mal wieder völliger Schwachsinn und fällt somit in die Kategorie "Fake-News" (soll heißen: Diese Szene taucht im Film nicht auf!).

Fazit: Dieses filmische Machwerk ist noch längst nicht gut, aber um ein Vielfaches besser und unterhaltsamer als so mancher Schrott, den man als Allesgucker gewohnt ist.

Qualität: 4/10 Härte: 4/10

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