Nach Vorbildern wie der BOURNE-Serie versucht SAFE HOUSE auch eine Duftmarke im Bereich harter, schneller und moderner Agenten-Streifen zu hinterlassen. Die sehr action-betonte Handlung besticht durch ihre Schnelligkeit und Kompromisslosigkeit und schont weder die Darsteller noch die Zuschauer und die FSK 16 erweist sich als durchaus angemessen. Im Rahmen der Überlänge des Films wird die Gefahr der ersten Film-Hälfte in einen seelenlosen Actionstreifen zu verfallen in der zweiten Filmhälfte erfolgreich durch die ein oder andere Wendung aufgefangen und diese Steigerung der Komplexität des Drehbuchs und der verzwickten Handlung zwischen allen Geheimdiensten kommt dem Film sehr zu gute.
Hier nur kurze Grundzüge zur Story (OHNE SPOILER!) ohne etwas zu verraten: Der junge und unerfahrene Agent Matt Weston (Ryan Reynolds) soll den untergetauchten und nun gefangengenommenen Ex-Agenten Tobin Frost (Denzel Washington) in einem Safe House überwachen. Sie werden überfallen und müssen zusammen flüchten. Bald wird die Lage unübersichtlich wer eigentlich wen und warum jagt und ein tödliches Katz- und Mausspiel zwischen diversen Geheimdiensten beginnt…. nichts was wir nicht schon mal irgendwo mal in irgendeiner Weise auch gesehen hätten, aber technisch sehr ordentlich dargeboten.
Getragen wird SAFE HOUSE wie erwartet von der Präsenz, Souveränität und auch Wandelbarkeit eines Denzel Washington dessen Gesicht einfach Bände spricht und in dem sich ganze Geschichten in der Mimik abspielen können. Zu seiner Seite steht Ryan Reynolds, dessen anfängliche Unerfahrenheit wohl in der Rolle angelegt ist anfangs ziemlich blass dar, um sich dann aber im Laufe der schnellen Story deutlich bis zum sehr guten Ende zu steigern. Gerade die sich am Ende entwickelnde komplexere Story mit einigen Überraschungen und einem starken Finish haben für mich SAFE HOUSE deutlich aus der Mittelmäßigkeit katapultiert. Somit kann ich den Film für Freunde action-orientierter Agenten-Thriller durchaus empfehlen.
6,5/10 Gästezimmern....äh,....Punkten