Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 20.10.2012

Auch "Safe House" verschreibt sich der von Tony Scott und dem Bay-Clan initiierten Ästhetik greller, schnell geschnittener Bilder, in denen meist dezentralisiert und beiläufig ein Shitload an Action untergebracht wird - es entsteht der Eindruck, als wimmle unter dem alles versiegelnden Farbfilter-Makeup geradezu das Leben. Damit wird nun einmal mehr eine Dynamik erzeugt, die das wieder mal nach Schema F ablaufende Drehbuch alleine nicht zu erzeugen vermag. Gerade der Wechsel zwischen Einsatzgebiet und Hi-Tech-Zentrale ist konditionierter "The Rock"-Erzählstil pur, der sich seit 1996 bis heute weitervererbt hat. Auch Denzel Washington himself ist dank seiner Engagements in zahlreichen Filmen gleicher Art inzwischen selbst ein solches Erbe, das als Drecksack-und-doch-Sympathisant zuverlässig seinen Zweck erfüllt. Ryan Reynolds, der dank "Buried" & Co. eigentlich schon einen Schritt weiter war, darf sich zum Rookie zurückdegradiert fühlen - einer muss dem heillos orientierungslosen Zuschauer ja die Stange halten.

Vom Spannungsablauf her hält sich "Safe House" derweil solide in der Spur - das Katz- und Mausspiel wird über diverse Stationen hinweg fortgetrieben, in denen sich die Klischeegeister auch nicht ganz vertreiben lassen (Großereignis Sportveranstaltung Hallo!), aber die Aufmerksamkeit des auf der Couch einzupennenden Zuschauers wird immer wieder im rechten Moment aufgefrischt.

*weitere Informationen: siehe Profil

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