Review

Inhalt:
Jahre nach dem Verschwinden von Michael Myers und seiner Nichte Jamie kommt Licht ins Dunkel: Die beiden sind bei einer Sekte untergekommen, die das Baby der schwangeren Jamie opfern wollen. Doch Jamie kann flüchten und das Leben ihres eigenen Fleisches und Blutes unter Verlust des selbigen retten. Der Halloweenschlitzer will das Baby aber haben und begibt sich auf die Suche, um nebenbei am Halloweenfest unter den letzten entfernten Verwandten und feierfreudigen Einwohnern Haddonfields aufzuräumen.


Kritik:
Lobenswert an diesem mittlerweile sechsten Teil der Halloweenreihe ist, dass zum einen die Geschehnisse aus dem vorherigen Teil fortgeführt wurden und zum anderen versucht wurde, viele offene Fragen aus den Vorgängern zu beantworten.
Dummerweise wurde immer wieder am Drehbuch herumgedoktort (zum einen weil der Produzent immer wieder was zu meckern hatte und zum anderen weil Donald Pleascence während der Dreharbeiten verstarb). Demzufolge liefert der Film insgesamt kein durchgängig positives Gesamtbild.

Was mich ein wenig stört ist, dass hier anscheinend auf Teufel komm raus versucht wurde, irgendwelche Verwandte von Michael Myers aufzugabeln, um sie anschließend von Michael Myers aufgabeln (oder aufmessern oder ähnliches) zu lassen. So finde ich die Idee mit den Strodes, die mit den Strodes, die Laurie Strode (verständlich?) aus dem Ur-Halloween adoptierten, verwandt sind und die schlauerweise in das alte Myershaus einziehen, mehr als an den Haaren herbeigezogen.

Positiv dagegen ist das Wiedersehen mit Tommy Doyle, dem inzwischen erwachsenen Nachbarsjungen aus dem ersten Teil der Reihe.

Die Story rund um die Sekte, das Lüften des Geheimnisses um den mysteriösen Mann aus "Halloween 5" und der Versuch, das Symbol an Michael Myers Handgelenk und sein Motiv für die Mordserie aufzuklären, finde ich weniger gelungen.

Atmosphärisch bewegt sich dieser sechste Teil der Metzelreihe im oberen Level, da die Musik, die nächtlichen Szenen und ein paar Blitze leichten Grusel verspüren lassen.

Unangefochtenes Highlight dieses Streifens sind aber zweifelsohne die derben und gut gemachten Splattereffekte. So gibt es fiese Genickbrüche, heftige Aufspießereien und Stromschocks mit anschließendem Kopfplatzen zu bewundern, die allesamt toll inszeniert wurden.

Mein Fazit: Außen (Effekte und Atmosphäre) hui, innen (Story) pfui.

4 von 10 Punkten

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