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Der Fluch einer Slasherreihe


„Halloween 6“ aka „The Curse of Michael Myers“ versuchte mit allen Mitteln das Franchise Mitte der 90er, noch vor dem großen Slasherboom, irgendwie über Wasser zu halten - und startete dabei nicht nur die Karriere von Paul Rudd, sondern erfand auch einen bescheuerten Plot über einen Druidenkult, der die ganze Zeit Michael Myers kontrolliert haben soll. Einfach. Nur. Beknackt.

Ganz nah an einer Katastrophe - das ist „Halloween 6“ für mich. Rudd mal so ernst zu sehen ist zumindest interessant. Und mit dem Druidenkult wagte man immerhin Neues. Wenn man's sich schönreden will. Zudem gibt’s die ein oder andere saftige Segnung des Zeitlichen. Doch im Grunde ist das ein stroboskopisches Kuddelmuddel unterster Kajüte, ohne Richtung und Verstand, ohne Stil und Sinn, das hervorragend zusammenfasst und kulminiert, was mit dem „Halloween“-Franchise bis dahin abging. Ein echter Tiefpunkt. Unlogisch, blass, chaotisch. Man spürt an jeder Ecke, dass es hier massive Ärgernisse und Verwürfnisse während der Produktion gab. Pleasence hätte einen vielfach besseren Abschied verdient gehabt! 

Fazit: für mich wahrscheinlich der Tiefpunkt der Reihe. Bis auf den späteren „Resurrection“, den ich aber versuche komplett aus dem Gedächtnis zu streichen. Hier gibt’s doofe Druiden, schlechtes Licht, chaotische Schnitte und absurd wenig Spaß, Spannung, Sinn. Trotz ein paar harter Kills. 

P.S.: Ich beziehe mich natürlich auf die Kinofassung. Den neueren und womöglich deutlich runderen „Producers Cut“ habe ich bisher noch nicht sehen können. 

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