Zwischen Skalpell, Scotland Yard & Siebziger
„Time After Time“ aka „Flucht in die Zukunft“ erzählt von einem Genie namens Wells mit Zeitmaschine, der sich aus der Ära und Nachbarschaft von Jack the Ripper direkt in die wilden 70er teleportiert - um eben jenem Serienmörder zu folgen, da dieser nicht nur aus seiner Männerclique zu kommen scheint, sondern auch seine sagenumwobene Erfindung zuvor genutzt hat und geflüchtet bzw. vorausgereist ist…
Aufbruch in die 80s
Entweder würde ein Genremix wie „Time After Time“ heutzutage in trashige Gefilde abdriften, es würde direkt eine (Mini-)Serie daraus gedehnt oder niemand würde direkt von Beginn an ein Kinobudget dafür bereitstellen. Dafür ist das Konzept zu gemixt, zu „fernsehen“, zu experimentell. Und daher kann man aus heutiger Sicht sehr froh sein, dass 1979 die Uhren wortwörtlich noch anders tickten. Schön zu sehen, dass für Mary Steenburgen die späteren Abenteuer mit Doc Brown nicht die ersten Zeitreiseabenteuer waren. McDowell spielt den legendären und genialen „Fish-Outta-Water“ ziemlich glaubhaft und charmant. Und Jack the Ripper bleibt in jedem Jahrhundert eine echte Bedrohung und Brutalität. Das zusammen mit etwas Humor, etwas Spannung, etwas Stunts, etwas Liebe, etwas Horror, etwas Technik… Fertig ist mal ein ganz anderes Zeitreiseunikum, das auf vielerlei Ebenen überzeugen und packen kann. Und das einem auch beim Rewatchen immer wieder neue charmante Details und Facetten offenbart. Originell, mutig, kreativ. Nie zu whacky, nie zu blutrünstig. Einfach gut austariert.
Die Zeitmaschine auf der Flucht vor Jack the Ripper
Fazit: Interessanter und hochwertiger Mix der Genres, Einflüsse und Jahrzehnte… Sowohl H.G. Wells als auch Sherlock Holmes wären stolz - und sehr gut unterhalten!