Review

Nebel über Avalon


Operettenhaft und opulent, 
diese spektakuläre Umsetzung der Arthussage kaum Limits kennt. 

Was John „Deliverance“ Boorman hier hat auf die Beine gestellt, 
noch immer ein ums andere Mal mein Gesicht erhellt. 

Einige bekannte Gesichter in frühen Rollen, 
verdienten sich hier immerhin Liam Neeson oder Gabriel Byrne erste Knollen. 

Von dem deutlichen Weichfilter bis hin zu pompösen, glitzernden Panzern und Schildern, 
fällt es nicht leicht, sich satt zu sehen an diesen überlebensgroßen Helden und Bildern. 

Kein Wunder, dass von Warcraft bis Snyder hiervon viele haben gezogen Inspiration, 
manche Filme bekommen so eben erst über die Zeit ihren verdienten Lohn. 

Weit über zwei Stunden, dem Mythos, der Legende ganz nah, 
ein solches Kinounterfangen ist schwer zu finden und rar. 

Zu seinem Release eher selten bewundert, viel mehr missverstanden, 
konnte die groß angelegte, mehrere Jahrzehnte umspannende Geschichte nicht jeden bannen. 

Doch aus heutiger Sicht ist das schon prägende 80s-Fantasy per excellence, 
sodass man jedem auf dieser Reise nur wünschen kann „Bonchance!“. 

Klassische Töne, Walküren die reiten, fast fliegen, 
das passt einfach richtig prall, daran lässt sich kaum 'was biegen. 

„Excalibur“ hätte schon sowas wie der finale filmische Punkt unter dem Stoff sein sollen, 
danach gab es etliche Versionen, die es ähnlich wollten, aber im besten Fall nur Respekt konnten zollen. 

Fazit: noch immer die definitive filmische Umsetzung des Arthus-Epos. Atmosphärisch dicht, audiovisuell eine Wucht, viele schauspielerische Schwergewichte, nah genug an der Vorlage. Etwas wirr, episodisch und sprunghaft erzählt, aber im Grossen und Ganzen eine beeindruckend stylische und noch immer vollkommen einnehmende Großtat von John Boorman! Der feinste Bildschirmschoner aller Zeiten?! ;) 

Details
Ähnliche Filme