Review

kurz angerissen*

erstmals veröffentlicht: 19.07.2014

Klassische Dreiecksnummer, die genetisch eigentlich der RomCom-Kiste entspringt, aber McG ist der Mann auf dem Regiestuhl, und so wird dann außerdem noch so etwas wie eine Actionkomödie draus. Dass der Film später auch mit „Knight & Day“ als Double Feature verkauft wurde, macht absolut Sinn – in beiden Fällen sind ehemalige Hollywood-Schnuckel darum bemüht, sich noch ein letztes Mal unter Rückgriff auf selbstironische Tollpatschigkeit als Objekte der Begierde zu verkaufen, und der Action-Überbau steht sinnildlich für ein Feuerwerk zu Ehren frisch aufblühender Liebe. Entsprechend sprühen die Funken nicht in gewöhnlichen Situationen, sondern auf dem Drahtseil, in einer Schießerei oder vor einem Abgrund.

Die Kontrahenten, in diesem Fall Tom Hardy und Chris Pine, neutralisieren sich zum Vergnügen des Zuschauers mit ihren Spezialfähigkeiten gegenseitig. Ihr Casting gehört zu den Gelungenheiten des Films, da Beide nicht unbedingt dem klassischen Schönheitsideal entsprechen (vor allem Hardy nicht), sondern ihren Charme aus anderen Quellen holen. Im Anfangs- bis Mittelteil führt das zu manch köstlicher Situation, allerdings ist der Rahmen dann auch relativ schnell abgesteckt und die Unterhaltung wird durch das Vorwissen getrübt, dass alles nur brav in die üblichen Mündungen fließen kann, derweil sich Mrs. Witherspoon die quintessezielle Frage stellt: Wer darf’s denn am Ende sein? Zu leiden unter alldem hat Til Schweiger als notwendiges Baddie-Übel, der zwischenzeitlich vom Film sogar mal komplett vergessen wird. Grob unterhaltsam im Einstieg, aber auch sehr unrund und am Ende vor allem bieder und konservativ.

*weitere Informationen: siehe Profil

Details
Ähnliche Filme