Review

Schon 2007 haben sich unsere armen Stripperinnen gegen Zombies durchsetzen müssen (STRIPPERS VS. ZOMBIES) und das Silikon kam damals schon ganz schön ins Wanken. Nun müssen unsere Charakterdarstellerinnen sogar noch gegen die zottigen Werwölfe bestehen, auch wenn die beiden Filme gar nichts miteinander zu tun haben. STRIPPERS VS. WEREWOLFES ist das erwartete Trashspektakel mit durchwachsenen Effekten, wenig Story und mittelmäßigem Goreanteil der auch keinen Werwolf….äh,….Gorehound hinter dem Ofen hervorlockt. Die Geschichte ist wie immer sekundär und dass sich Stripkunden auf einmal in Werwölfe verwandeln ist doch auch nichts Neues ^^…  

Aber wo ein haariger Bursche ist gibt es natürlich gleich ein ganzes Rudel und für ein entsprechendes wildes Tohuwabohu und eine kräftige Gegenwehr der Damen wird gesorgt. Charakterlich tiefere Ausleuchtungen sind natürlich nicht zu erwarten und gefühlt spielen ca. 80% des Films in dem plüschigen Stripclub. Oft wirkt die Handlung nur wie um die diversen Stripszenen herum arrangiert. Die Darstellerinnen selbst wirken aus chauvinistischer Sicht erstaunlich natürlich und nur wenige wurden wohl noch zusätzlichen operativen Pimpmaßnahmen ausgesetzt. Auch verbal versteht es STRIPPERS VS. WEREWOLFES immer mal zu provozieren.

Es gibt eine ganze Latte (!) zotiger Bemerkungen passend zu der Atmosphäre und dem Genre. Hier spielt der Film wie auch im relativ actionreichen Finale seinen durchaus vorhandenen trashigen Charme aus. Leider spielt Robert Englund (unter anderem NIGHTMARE ON ELM STREET) leider nur eine mikroskopische Rolle und kommt wohl auch nicht mehr so richtig auf die Beine in den letzten Jahren. Aber wir freuen uns doch jedes Mal wieder über unseren Freddy! Goretechnisch wirken die Werwölfe mit ihren wackelnden Gummiohren eher wie eine Kreuzung aus Mr. Hyde (Dr. Jekyll & Mr. Hyde) und den historischen Masken aus PLANET DER AFFEN vor über 40 Jahren. Aber zumindest handgemacht ist das Ganze und besser so als im fiesen CGI.

Werwölfe haben es in der Filmgeschichte schon immer schwer und stehen meist im Schatten anderer Monsterfiguren und auch ihre adäquate technische Umsetzung sowohl in Handarbeit als auch CGI ist naturgemäß nicht einfach und oft auch sehr durchwachsenen umgesetzt. Schade eigentlich, denn viele von uns mögen die zottigen Urviecher sehr, repräsentieren sie doch die sehr ungezügelte männliche und unberechenbare Seite in uns mit starker sexueller Komponente. Auch der Soundtrack von STRIPPERS VS. WEREWOLFES im Stile der 80er Jahre soll erwähnt werden. Gleich zu den ersten Bildern gibt es Duran Duran ("Hungry like the Wolf") zu hören. Diesem Sound wird durchgehend auch im Stripclub gehuldigt.

Werwölfe scheinen die Lieblingsfiguren von Regisseur Jonathan Glendening zu sein, sonst hätte er nicht bereits 2010 mit THE TWILIGHT WEREWOLF bereits ein ähnlich trashiges Spektakel auf die Füße gestellt. Ehrlich gesagt wäre ich froh, ich könnte einen Film wie STRIPPERS VS. WEREWOLFES als "meinen" bezeichnen, aber auch unter Trashfreund Gesichtspunkten kommt das bunte Treiben nicht über eine gewisse Mittelmäßigkeit hinaus. Eine Nichtsichtung bedeutet auch nichts verpasst zu haben. Werwolftrash-Komplettisten mit Hang zu schwülstigen Stripclubs und 80er Jahre New Romantic Retrosound dürfen aber ruhig mal einen leihweisen Blick auf STRIPPERS VS. WEREWOLFES wagen.

4/10 x Wolfsheulen....äh,....Punkten

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