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Aktuell scheinen sie alle gegeneinander anzutreten: Vampire, Stripper, Werwölfe, Aliens, Django, Lincoln und Zombies. Bei soviel Trash verliert man rasch die Übersicht und wer da ein größeres Publikum erreichen möchte, sollte sich schon etwas mehr einfallen lassen, als Werwölfe mit spitzen Latexohren, die bei jeder Bewegung hin und her wackeln.

Lucy arbeitet in einem Stripclub mit einigen anderen Mädchen, als ein auffällig beharrter Gast aufdringlich wird. Sie ersticht ihn mit ihrem silbernen Füller, doch schon bald haben die übrigen Werwölfe unter der Leitung von Jack (Billy Murray) die Spur zum Club aufgenommen. Die dortige Belegschaft rüstet sich mit allem was aus Silber ist…

Immerhin scheint Regisseur Jonathan Glendening ein Faible für Elektrosongs der Achtziger zu haben, da er gleich mit einer 1:1 Kopie von Duran Durans „Hungry like a wolf“ einsteigt und im Verlauf noch einige andere Liedchen einbindet, welche eine leicht nostalgische Stimmung aufkommen lassen. Jene kann allerdings nie lange gute Laune verbreiten, denn allenfalls eine Handvoll Gags zündet, da die meisten Witze ziemlich flach sind.

Auch die Figuren erhalten nicht allzu viel Tiefe, da die Tänzerinnen zwar einige private Anliegen haben und sich eine Liaison zu einem Türsteher anbahnt, während eine andere etwas mit einem Geisterjäger namens Sinclair (!) anfängt, doch zumindest ist der anberaumte Twist zu Beginn des letzten Drittels okay, als es um Zugehörigkeiten und Mischzuständen innerhalb der verfeindeten Lager kommt.

Leider nehmen einige Nebenhandlungsstränge immer wieder Drive aus dem Geschehen, was noch stärker auf die Unsitte des überstrapazierten Split Screens gilt, welcher die simple Handlung phasenweise unübersichtlich gestaltet. Zuweilen wird schlicht zuviel gequatscht, in einigen Fällen unnötig getanzt, auch wenn etwas nackte Haut selbstverständlich dazu gehört. Fast so obligatorisch wie der Griff in die Eier aufdringlicher Kunden.

So bilden die dahin geklatschten Latexmasken beileibe nicht das einzige Manko des Treibens im Strip Club. Die Darstellerinnen performen durch die Bank schwach bis peinlich schwach, in Sachen Blutvergießen gibt es bis auf ein heraus gestochenes Auge lediglich Andeutungen, und allenfalls der Showdown bringt das „vs“ so halbwegs auf den Punkt. Der kurze Gastauftritt von Robert Englund bringt herzlich wenig, die Situationskomik während der Konfrontationen wird kaum ausgespielt und die Szenen nach dem eigentlichen Finale reichern die Story kaum mehr an.

Nicht gänzlich daneben und für hartgesottene Trashfans ab und an unterhaltsam, dürften primär Monsterfans kaum auf ihre Kosten kommen, da dem Treiben stets der notwendige Drive fehlt, während der Humor nur selten zündet.
Spannung kommt bei alledem kaum auf, so dass es insgesamt noch nicht einmal zum Mittelmaß langt.
4 von 10

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