Review

Irgendwie so ein Film, der auf mehreren Ebenen völlig an mir vorbeigerauscht ist. Die Geschichte wirkt künstlich zusammengetackert, bedient sich vieler Klischees und ist mit neunmalklugen Kommentaren der Hauptfigur Hushpuppy (Quvenzhane Wallis) versehen. Die Kamera kann keine Sekunde stillstehen, es wird ausufernd mit Unschärfen gearbeitet und diverse Nichtse bekommen bedeutungsschwangere Closeups. Alles Stilmittel, die mich noch nie angesprochen haben. Benh Zeitlins Film hatte es damit schon aufgrund der visuellen Präsentation schwer bei mir.

Der Ton schlägt sich da um einiges besser. Dies gilt für die Abmischung ebenso wie für den Soundtrack, der einige schöne Melodien im Gepäck hat. Was die DarstellerInnen angeht, ist es schwer, eine eindeutige Bewertung abzugeben. Eine Identifikationsperson oder zumindest jemand, der einem nicht egal ist, war für mich nicht dabei. Die Meisten verhalten sich, nett ausgedrückt, schwer nachvollziehbar. Beratungsresistent, unlogisch, unvernünftig.
Aus der Verzweiflung heraus handelnd? Sicherlich. Unrealistisch? Nicht unbedingt. Berührend? Eher nicht.

Kurzum: „Beasts of the Southern Wild“ hat mich nicht erreicht. Vielleicht hab ich einfach keine Antenne für seine Art der Inszenierung. Man kann nicht jedem gefallen.

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