Review

Die Hexen von Eastwick ist eine schlechtere Magiekömodie, die zwar absolut niemanden zufriedenstellen kann, der auch nur ein wenig Logik oder vielseitigen Humor schätzt, aber auch, wenn denn man sich gewöhnt hat, zumindest Streckenweise noch im Rahmen einer (Frauen)Kömodie ist.

Ich kann mir nicht helfen, wahrscheinlich war es sogar ein Fehler diesen Film zu schauen, der wohl auf die 30-40jährigen Singelfrauen abzielt, allerdings mit seinem grobschlächtigen "Humor" oder was das nun für ein Element des Filmes wahr, wenn jemand zb. Kirschkerne über methapysische Ebenen auskotzt, wahrscheinlich es auch schafft, dieses Klientel zu verärgern. Gut man hätte durch Cher vorgewarnt sein können, aber (zumindest ging es mir so) man will ja Jack Nicholson eine Chance geben und naja er spielt solide, aber von ihm ist man auch weit besseres gewohnt...Der Film fängt zwar auch nicht besonders gelungen bzw. einfallsreich an, bewegt sich hierbei aber zumindest noch am Anfang im passablen Rahmen, richtig schlimm wird es meiner Meinung nach erst in der 2. Hälfte, bei der sich herrausstellt, dass der Film leider keine Elemente hat, die soetwas wie eine richtige Story aufbauen oder zumindest zusammenhalten könnten. So wird alles im Laufe der zeit schlechter und liebloser und endet in einigen Effekten und einer plumpen, unlogischen Beendung der ganzen Geschichte, passend dazu ein schlechter unnötiger und mal wieder unwitziger Epilog auf die Geschehnisse. In der Geschichte ist es nie klar was eigentlich genau los ist, "Story"elemente werden meist in nur 1-2 manchmal sogar fast zusammenhanglosen Szenen (z.b bei den Schwangerschaften) abgehandelt, sodass einem über lange Stecken der Überblick fehlt und man sich fragt, warum nun eigentlich kaum etwas passiert und warum, wenn etwas passiert man es nicht nachvollziehen kann. Darin liegt auch schon das nächste große Problem, die Logik, die irgendwie nie da ist wenn man sie gebrauchen könnte und so die letzten Chancen, einige interessante oder gar intelligente Elemente in dieses Filmchen reinzubringen, zerstört. Loben kann man allerdings zumindest Streckenweise die Dialoge, die zwar alle mehr Schall als Rauch sind und sich auch wiedersprechen, nicht unbedingt in die jeweilige Situation hineinpassen und auch sehr an einen Vorläufer von "Sex and the City" (nur halt in der Stammbar....) erinnern, allerdings für eine solche Komödie doch gewagt sind, was sich in einer 16er Freigabe festmachte und der Tatsache, dass nun wohl die augenscheinliche Zielgruppe nicht mehr ohne Hindernisse erreicht wird. Naja, das Gerede ist aber für zwischendurch durchaus passabel und für die eher weiblichen Personen vieleicht sogar gut, auch wenn ein wenig viel, vor allen gegen Anfang, über Penisse geredet wird. Hmmm was kann man noch sagen, wahrscheinlich nur, dass alle anderen filmischen Elemente unauffällig von statten gehen und so einen passenden Rahmen geben, zumindest verhält er sich in seiner Durchschnittlichkeit harmonisch zu dem Rest.

Fazit:Frauenkömodie mit ein paar Frauenuntypischen bzw. unpassenden Elementen, die dem Film aber aus seiner mittleren Unterdurchschnittlichkeit nicht herraushelfen. Steht man auf die Quasivörgänger der heutigen Frauenserien kann man bzw. Frau ihm vieleicht noch etwas abgewinnen, wenn Logik für 2 Stunden ignorieren werden kann oder sich eh nicht darum kümmert wird...
Allerdings auch teilweise im aktzeptablen Rahmen, deswegen gerade noch ( vor allen wegen Jack Nicholson und 1-2 Ideen) 4/10 Punkten

(Frauen und Inszenierungsbonus mit eingerechnet....)

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