Review

Keine Angst vor Overacting! Diese Regel gilt natürlich für alle Hongkong-Filme. Dieser hat alles was man so braucht und vielleicht auch nicht braucht: Sex und Gewalt - das geht hormonell sehr gut zusammen; aber auch eine sehr komödiantische erste Hälfte und ein tragisches und pyrotechnisches Ende, und das schlägt sich für mich zumindest, aber es muß halt was mit Yin und Yang zu tun haben....

Ich habe den Film zwei Mal gesehen, und beim zweiten Mal gefiel er mir um einiges besser. Warum? Nach dem ersten Ansehen hätte ich geschätzt daß sich Rammeln und Kloppen in etwa zeitlich die Waage halten, beim zweiten Mal habe ich dann objektiv festgestellt daß maximal 1/4 bis 1/3 aus der Keilerei besteht, es ist mir nur viel länger vorgekommen. Die Sexszenen sind aber ganz ordentlich in Szene gesetzt, die Mädchen ausgesprochen hübsch und die Kerle so richtig widerlich (der Kontrast machts! - Yin und Yang eben), Kamera und Farbgestaltung außerordentlich gut - für asiatische Filme allerdings nicht wirklich erstaunlich. Und dann gibt es noch die eine Szene, für die der FIlm auch berühmt ist, und der Kung Fu und Sex dann doch versöhnt: wenn die blonde Tussi eines Gangsters (Sophia Crawford)uns nackt ihre Karatekünste zeigt... Die Zeitlupe hätte ich zwar weggelassen (ich bin ein Feind von Actionszenen in slow motion)... aber trotzdem sehr erfreulich, auch wenn es wieder meine alte Klage in Erinnerung ruft, daß es zwar maßig nacktes Damenwrestling und auch Boxen mit Voll-Nudity gibt (Leather & Lace), aber leider praktisch keine Videos von asiatischen Kampfsportarten mit hübschen nackten Damen....

Noch ein Wort zu den Personen: der männliche "Held" ist selbst für einen Sportlehrer ausgemacht doof, so daß ich schon ein paar Mal meinen Kopf auf die Tischplatte hauen möchte, weil ich´s sonst nicht mehr aushalten kann. Gut, daß er den Engländer umnietet, obwohl er nur einen Überfall *simulieren* soll, wird ihm niemand übelnehmen, der hat sich´s in den wenigen Sekunden seines Auftritts schon verdient (und überhaupt hochnäsige Ausländer, die so tun als ob ihnen die Stadt gehört...), aber daß er sich dabei noch photographieren läßt. Das gleicht (Yin und Yang!) die weibliche "Heldin", die von ihrem Göttergatten ans Puff verkauft wurde, um seine Schulden abzuarbeiten, mehr als weg. Sie opfert sich nicht nur für ihren Dummbolzen auf, sondern ist offenbar auch noch der ruhende Pol im Mini-Bordell, der die Kollegin beruhigt und die Konflikte mit der "Mama" schaukelt.

Der höhere Bulle, der anscheinend immer wieder mal vorbeischaut um nachzusehen ob die Ware noch in Ordnung ist, erinnert mich frappant an den Oberaufseher in "Revolte hinter Gittern" (eine japanische Produktion), obwohl es klarerweise nicht derselbe Schauspieler ist; offenbar ein Typus, den man in Filmen wie diesen gerne sieht .

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