Anläßlich der Jahresfeier des Britannia Hospitals soll ein neuer Flügel von der englischen Königin eingeweiht werden. Hier will Professor Millar das Projekt Genesis vorstellen, wo er wie Frankenstein neues Leben aus einzelnen, menschlichen Körperteilen erschaffen will. Doch der Direktor Vincent Potter wird mit etlichen Problemen konfrontiert. Die unterbezahlten Mitarbeiter streiken, das Küchenpersonal ist beleidigt, weil das Essen der Königin nicht von ihnen zubereitet werden soll, Demonstranten belagern das Krankenhaus, da einflussreichen Privatpatienten wie einem afrikanischer Diktator jeglicher Luxus zuteil wird, während für Normalbürger kein Platz ist. Gleichzeitig versucht der Videoreporter Mick Travis die illegalen Machenschaften von Professor Millar aufzudecken, wobei er jedoch erwischt wird und selbst als Versuchskaninchen endet. Potter besänftigt die aufgebrachten Demonstranten, indem er alle Privatpatienten entlässt, um so die Einweihung durch die Königin nicht absagen zu müssen, doch die Situation eskaliert, als der wütende Mob erfährt, dass die Königin anwesend ist.
Britannia Hospital ist mal wieder so ein Film, wie ihn so nur die Briten hinbekommen, durchzogen von schwarzem Humor und eigentlich erwartet man, das jeden Moment John Cleese den Raum betritt und "and now to something completely different" sagt. Die Schwarzwaldklinik ist dieses Anarchiezentrum jedenfalls nicht und der britische Humor tropft aus jedem Infusionsbeutel.
So streiken separat die Küchencrew, die Krankenträger, Physiotherapeuten und weiß nicht wer noch alles ziemlich rabiat. Nicht mal der anstehende Besuch der Queen bringt den Mob zur Ruhe. Dazu gibts noch einen minimal größenwahnsinnigen Frankensteinverschnitt der sich sein Genesis Projekt aus Leichenteilen zusammenfrickelt und dazu noch einen neugierigen Reporter, der die maroden Umstände in dem Spital zu einer Story verarbeiten will. Chaos pur herrscht an allen Orten und der afrikanische Diktator der zusammen mit seinem buntgemischten Hofstaat sein Privatpatientendasein genießt, trägt auch nicht gerade zur Beruhigung der Massen bei.
Britannia Hospital nimmt sich dementsprechend auch zu keiner Sekunde irgendwie ernst und überspitzt die diversen Konfliktherde gnadenlos. Eine richtige Lachparade ist dabei zwar nicht rausgekommen, dafür eine nette Satire, bei der ein altes Zielfernrohr eine mobile Kamera repräsentiert oder der Chefchirurg seinem Kamerateam einen leckeren Drink aus püriertem Gehirn serviert (und der Typ trinkt das auch noch wirklich, obwohl es vor seinen Augen zubereitet wurde, bäh).
Ein wenig fehlt dem Film zwar die Würze und zentrale Pointe, bietet aber doch einen spaßigen Blick auf das 80er Jahre England. Die guten Darsteller sorgen für Laune und unterhaltsam ist dieser Krankenhausulk allemal.
6/10