kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 03.02.2013
In Unkenntnis der Serienvorlage entpuppt sich "21 Jump Street" als satirische High-School-Komödie, die ähnlich wie "Veronica Mars" den Anspruch hat, die amerikanische Jugendkultur zu entlarven, dabei aber ungleich klamaukartiger zu Werke geht: die Hauptdarsteller Tatum und Hill stolpern von einer Peinlichkeit in die nächste. Der klassische Rollentausch des Beliebten und des Nerds steht gar nicht mal so sehr im Vordergrund, es ist vielmehr die Hysterie der Performance, mit der "21 Jump Street" alle Zweifel beseitigen möchte. Mitunter verrennt er sich dabei zu sehr in Plumpheiten und postmodernen Ellipsen (Stichwort: "Ich dachte aber jetzt wirklich, dass der explodiert"), auch wenn er hier und da mal ein paar Glückstreffer einsacken kann und selbst zum Teil seines Beobachtungsobjekts wird. Das Hauptdarstellerpaar vermittelt immerhin auf nüchterne und ungewöhnliche Art eine alternative Buddy-Welt: Die Freunde müssen sich nicht erst zusammenraufen, sie sind sich im Grunde von Anfang an darüber im Klaren, dass sie zusammengehören.
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