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Der Beißer-Bond!

In „The Spy who loved me“ darf Roger Moore verhindern, dass Curd Jürgens die Erde mit Atombomben plättet um eine neue Welt unter Wasser aufzubauen. Bond #10 ist durch und durch gelungen und überzeugt mehr als seine beiden Vorgänger, was vor allem an dem Tempo in der Umsetzung, der zahlreichen Action und der größeren Geschichte liegt.

Die Idee, Atom-U-Boote zu entführen, die Atombomben an Bord zu nutzen, um die Welt wie wir sie kennen dem Erboden gleichzumachen und anschließend eine neue Zivilisation unter Wasser aufzubauen…so etwas kann nur in einem James Bond Film umgesetzt werden! Und dies wird hier mit Roger Moore in seinem dritten Auftritt als 007, der hier wie immer großartig agiert, humorvoll, abwechslungs- und vor allem actionreich getan. Zwar kennt man beispielsweise „Verschlucken“ der U-Boote schon aus „You only live twice“, dennoch ist es nicht störend, die Idee noch einmal zu verwenden – hier scheint es auch realistischer als bei Bond #5. Bei einem Bondfilm dürfen natürlich die exotischen Kulissen, sowie die Musik und die Bond-Gimmicks nicht fehlen. Die sind auch hier, wie fast immer, klasse.

Der Beißer, oder auch Jaws genannt, ist wohl der berühmteste aller Henchmen. Richard Kiel ist mit seinen 2,18m ein dermaßen übergroßer Riese, das es einfach immer ein witziges ild ist, wenn er neben normal gewachsenen Menschen steht. Wenn er dann auch noch gegen Moore kämpft, ist es umso amüsanter; allein die Hand des Riesen bedeckt fast den ganzen Kopf Moores! Beißer darf zum Schluss sogar überleben, um dann noch einmal in „Moonraker“ dem Schurken zur Seite stehen zu können. Curd Jürgens als Karl Stromberg gerät durch seinen Gehilfen etwas in den Hintergrund, aber er hat auch ein paar starke Szenen, wenn er auch nicht zu den besten Bösewichten gehört. Ganz im Gegensatz zur grandiosen Besetzung des Henchman, ist die Besetzung des Bondgirls meines Erachtens nicht gelungen. Barbara Bach ist zwar durchaus eine hübsche Frau, aber hat für solch „große“ Rolle leider viel zu wenig bzw. keine Ausstrahlung. Lächeln tut sie fast nie, ständig hat man das Gefühl, dass ihr irgendwas nicht passt. Ihr agieren enttäuscht auf ganzer Linie.

Und so wird „The Spy who loved me“ zu einem typischen Bond-Abenteuer, dafür aber mit mehr Humor und Action und vor allem Tempo, als vielleicht manch andere aus der Reihe. Achja: Die Pre-Title-Sequenz auf Skiern ist einer der besten der ganzen Reihe, keine Frage! (8/10)

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