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David Nash hat ein besonderes Geburtstagsgeschenk für seine Gattin. Nämlich ein Traumhaus, das er billig bekommen hat. Was beide nicht ahnen: Das Ganze war so günstig, weil es vorher einem Drogenbaron gehörte, der verschwunden ist und der Hausverwalter hat sich die Birne weggeballert. Außerdem befindet sich in dem neuen Domizil auch noch irgend etwas, auf das zwei leicht gestörte Kriminelle ganz scharf sind. Zunächst scheint es klar, denn das Paar findet haufenweise Drogen. Als diese jedoch anscheinend nicht das sind, was die beiden wollen, wird es eng für das Pärchen, das sich in dem Haus verbarrikadiert hat, was glücklicherweise auch problemlos möglich ist, da es unter anderem mit kugelsicherem Glas ausgestattet ist. Doch die beiden Verbrecher finden schnell andere Möglichkeiten.

Stash House könnte auch genau so gut Panic House heißen, denn man bedient sich hier bekannter Motive. Wir haben ein Hochsicherheitshaus in das ein junges Paar einzieht. Wände und Fenster sind gepanzert, rein kommt man nur mit einem Fingerabdruckschlüssel, es hängen mehr Kameras rum als im Big Brother Container und jeder Raum ist per Knopfdruck separat abzuriegeln. Als Zuschauer weiß man natürlich gleich, das da auch ein paar Baddies her müssen, die dieses System gründlich auf die Probe stellen.
Dies geschieht in Form des coolen Schweden Lundgren und seinem heißblütigen Latino Kollegen. Grundkonzept also, zwei Böse wollen rein und zwei Gute wollen das eben nicht. Dazu spielt der Film eben auf einem begrenzten Territorium (also Haus, Pool und Garten) und alles noch in einer einzigen Nacht. Lustig fand ich da schon, das man kiloweise Heroin in den Zwischenwänden findet, diese aber von den beiden Eindringlingen achtlos in der Mülltonne geparkt werden. Tatsächlich geht es um ganz was anderes, denn das Gemäuer hat noch ganz andere (Fast-)Leichen im Keller.
Positiv fand ich dabei aber schonmal, das beide Parteien, bis auf kleinere Ausnahmen durchaus rational agieren. Es wird gezeigt, warum keiner der Eingeschlossenen ein Handy dabei hat (liegen auf dem Rücksitz), warum kein Strom da ist, was aber doch verwundert, ist das bei all dem technischen Schnickschnack eine separate Alarmleitung gelegt hat, sowas müßte doch zur Standardausrüstung gehören. Theoretisch hätte man auch locker das Pool-Haus anzünden können und bequem die Ankunft der Feuerwehr warten, aber da wollen wir mal nicht übermäßig kleinlich sein.
Auch wenn der Film sicher kein Action Highlight ist, fand ich ihn doch recht spannend. Die fiese Daumenszene und die Granate in Schornstein Nachbarschaftsbegrüßung sieht man nicht alle Tage. Anfang und Showdown lahmen zwar ein wenig, aber dazwischen warten doch ein paar spannende Passagen.
6/10

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