Claude Sautets fesselndes Krimi-Meisterwerk "Das Mädchen und der Kommissar" machte Romy Schneider 1971 endgültig zur Kino-Göttin in Frankreich. War schon der vorige Sautet/Schneider-Film "Die Dinge des Lebens" einer der grössten Kassenhits der Kinosaison 1969/70 gewesen, so stellte die zweite Zusammenarbeit der beiden diesen Erfolg noch in den Schatten. In den kommenden Jahren drehte Claude Sautet noch weitere Filme mit der Schneider: "César und Rosalie", "Mado" und "Eine einfache Geschichte", für den sie den César als beste Hauptdarstellerin erhielt.
In "Das Mädchen und der Kommissar" spielt Romy Schneider die (deutsche) Hure Lily, die von dem nach Erfolg lechzenden Kommissar Max (Michel Piccoli) als Lockvogel benutzt wird, um eine Bande von Kleinkriminellen bei einem fingierten Banküberfall "auf frischer Tat zu ertappen".
Sautet setzte das Drama auf höchstem künstlerischen Niveau um, es wurde ein Stück feinsten französischen Starkinos, das bis heute beispielhaft ist: Die Chemie von Piccoli und der Schneider ist einfach stimmig, die Dramaturgie und die Auflösung einer jeden Szene bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Ein Hochgenuss!