Dass B-Streifen im Horrorbereich erst einige Jahre nach Veröffentlichung in den Staaten zu uns gelangen ist mittlerweile recht verbreitet. Dabei zählt das Werk von Autor und Regisseur Patrick Rea noch nicht einmal zu den schwachen Vertretern seiner Art, - es lässt jedoch sehr viel Raum für eine Fortsetzung, welche bislang noch nicht einmal angekündigt ist.
Mutter Janet befindet sich mit ihren drei Töchtern irgendwo in Kansas, um ihren Mann vom Flughafen abzuholen, als ein Tornado die vier zwingt, fluchtartig das Auto zu verlassen. Beim nächst gelegenen Haus finden sie einen Verschlag, der zu einem Keller führt, in dem sie kurze Zeit ausharren wollen. Doch dann werden die Ausgänge versperrt, während draußen etwas lauert...
Der Einstieg erinnert ein wenig an die typischen Katastrophenszenarien von SyFy und Konsorten, wobei die variable Kamera deutlich besser ist und das drohende Unwetter beinahe so etwas wie Endzeitstimmung aufkommen lässt. Die dazugehörigen Effekte können sich zumindest sehen lassen und auch die Viererkonstellation mit kleinen familiären Zwistigkeiten ist rasch etabliert.
Im Verschlag angekommen, punktet zunächst die klaustrophobische Atmosphäre und das merkwürdig anmutende Interieur mit uralten Utensilien und Vorrichtungen zum Schnapsbrennen. Als Tochter Sally schließlich am Arm gebissen wird, erhält der Titel einen vagen Sinn, jedoch erscheinen die weiteren Handlungen der vier ein ums andere Mal irrational und auch emotionale Reaktionen sind zuweilen kaum nachvollziehbar.
Zumindest ist die Bedrohung bis zum letzten Drittel nur partiell zu sehen, was die Wirkung durchaus intensiviert. Nur leider konzentriert sich das Geschehen nicht nur auf den Keller, sondern auch oberhalb dessen. Dabei bleiben Hintergründe der Kreaturen recht vage und was diese mit diversen Stürmen zu tun haben, erschließt sich ebenfalls nicht so recht.
Spooky sind immerhin einige Szenen während des Finales ausgefallen, doch auch hier werden Begebenheiten angedeutet, jedoch nicht näher durchleuchtet, während das komplett offene Ende eine Fortsetzung ankündigt, zumal einige Schicksale bis zuletzt ungeklärt bleiben.
So wirkt der Streifen im Endeffekt ein wenig lückenhaft, was den Gesamteindruck merklich trübt. Die passabel agierenden Mimen, die soliden Effekte und der angenehm eingängige Score täuschen nicht über das unausgegorene Drehbuch hinweg, welches einige Fragen nicht beantworten kann oder will. Aufgrund einer Handvoll spannender Konfrontationen innerhalb eines eher unblutigen Treibens noch einigermaßen unterhaltsam, doch ein fader Nachgeschmack bleibt.
Knapp
5 von 10