Rites of Spring (2011)
Rachel und ihre beste Freundin werden nachts von einem mysteriösen Fremden überwältigt und entführt. Beide sollen als Opfer in einem blutigen Ritual dienen. Zur gleichen Zeit, an einem anderen Ort, entführen Ben und seine Komplizen die Tochter eines Industriellen. Bei der geplanten Lösegeldübergabe passiert es. Aus dem Nichts taucht die vollkommen verstörte Rachel auf, die sich auf der Flucht vor ihren Peinigern befindet. Ihr dicht auf den Fersen: ein grauenhaftes Wesen.
Regisseur „Padraig Reynolds“ sein Spielfilmdebüt, zu dem er auch das Drehbuch geschrieben hat, ist eine Mischung aus klassischem Backwood Slasher, Thriller und irgendein Okkult-Mystery Schnipsel. „Rites of Spring“ biete zu gleich noch parallel verlaufende Handlungsstränge, die zum Ende zentralisieren. Ob das aber den übertriebenen Hype dieses B-Movie gerechtfertigt? War die Gestallt „Wormface“ tatsächlich so überzeugend? Oder doch nur billigster Murks nur gut vermarktet?
Die Umsetzung: Hilfe was war das und warum in Gottes Namen wird dieser Titel so hoch bewertet? Das war die Frage die einen sofort durch den Kopf schießt, wenn man mit diesem dilettantischen Streifen fertig ist. Fangen wir mit der Idee an, mehrere parallel laufende Handlungsstränge zu erzählen, diese Idee ist gewiss nett und kann man tatsächlich positiv werten. Doch, was ist mit dem Rest? Die Kamera Einstellungen, Filter, Blenden, Ausleuchtungen und Schnitte sind unterdurchschnittliches B-Movie Niveau und um das zu sehen, muss man nicht einmal ein Kenner des Genres sein. Auch ein Mainstream Zuschauer oder Laie wird bemerken, das dass Budget hier niedrig war und kreativ wie technisch die „Mühe“ nicht eine primäre Rolle gespielt haben. Das geht nämlich im Genre deutlich besser. „Wormface“ okay, das Kostümdesign war o.?k., aber auch nicht phänomenal. So und nun der Hammer! Da wo der Film noch als letzte Chance hätte punkten können, nämlich mit Effekten und ordentlichen Gore & Splattereinlagen, ja und selbst hier verzichtet man drauf mit dem Ergebnis eine unblutige unspektakuläre möchte gern Torture Porn Einlage zu präsentieren. Schlaftablette. Da die Storyline und der gesamte Plot nun auch nicht wirklich reißerisch waren, bleibt nicht mehr viel. Und so zu den positiven Aspekten. Was gut war, war das Setting in der alten Schule, die Location bot tatsächlich eine düstere und dichte Atmosphäre, die Spaß machte und zu guter Letzt gab es beim final und im Bereich des Marketings noch ein schönes Cover Artwork. Doch dieses verspricht im Gesamtpaket mehr als der Inhalt tatsächlich ist, nämlich eine weit unterdurchschnittliche Mogelpackung und Schlaftablette, für die eine Sichtung im TV im Nachtprogramm deutlich ausreicht.
Schauspielerisch gab es auch keine überragende Überraschung, die eine überdurchschnittliche Bewertung gerechtfertigt. Der Cast gab sich aber ersichtliche Mühe, was man positiv werten kann.
Subjektiv fand ich „Rites of Spring“ eine nicht unterhaltende Katastrophe. Ich schaue sehr gerne Horrorfilme und liebe auch B-Movies und habe nicht wenig aus dem Bereich gesehen und Bewertungen sind bei mir selten schlecht, aber ich muss einfach ehrlich sein dürfen und behaupten das dieser Streifen scheiße war und es im Genre deutlich Besseres gibt.
Fazit:
Ich kann dieses Filmchen leider nicht weiter empfehlen, mit der einfachen Begründung, dass ich wesentlich Besseres und Professionelleres gesehen habe im Genre. Sorry.
Bewertung:
2,5 / 10 Punkte.