Review

Beim Sichten dieses Films kommt dem Zuschauer unweigerlich die aus dem Deutschunterricht der Mittelstufe so bekannte und verhasste Frage in den Sinn : "Was will der Autor uns damit sagen?"


Nun, City Hunter ist die Realverfilmung des gleichnahmigen Mangas. Und genau an diesem Punkt spalten sich wohl die Geister.
Die Storyline ist solide für einen Jackie Chan Film der frühen Neunziger, Chan ist der Held und rettet die / das Mädel vor den Bösewichten, bringt dabei diese in Form von nem Haufen Terroristen in lächerlich wirkender roter Uniform zur Strecke und verbindet dies alles mit der üblichen Portion an Klamauk.
So weit, so gut.

Problematisch hingegen ist die Art, wie der Regisseur Wong Jing die Comicanleihen im Film unterbringt. - Nun, ich muss wohl an dieser Stelle einwerfen, dass ich kein großer Comicfilmfan bin, aber die Ästhetik von zb Sin City gelungen finde, und auch sonst hat die eine oder andere Verfilmung ihren Weg in mein Regal gefunden. - Statt dies eher visuell umzusetzen, zeigt sich die Abstammung vom Manga vorallem in Gestik und Mimik der Protagonisten. So springt Kaori mit eingedrehten Knien auf und ab oder Chan zieht dermassen unnatürliche Grimassen, dass man als Zuschauer irritiert zurück bleibt.

Der Score ist solide, aber was auffällt, dieser Jackie Chan Film ist auffällig brutal. Dabei geht es mir nicht um explizit gezeigte Grausamkeit, sondern das Menschen am laufenden Bande sterben, bei Kopfschüssen ist das Blut zu sehen und Chan sowie seine Helfer sind gut dabei die Roten mit Handfeuerwaffen zu dezimieren. Nicht dass das nun schlimm wäre, nur für einen Jackie Chan Film eben ungewohnt.

FAZIT:
Story durchschnitt, die Mangaästhetik zum abgewöhnen. So würde der Film bei etwa 4.5 Punkten landen. Wobei man für die deutsche Synchro nochmal mindestens 1 Punkt abziehen könnte, allerdings können dafür die Filmemacher recht wenig, daher lass ich das. Allerdings bietet die Street Fighter Szene am Ende des Filmes eine so gelungene Überraschung, die Temporeich, witzig und detailiert ist, dass sich dafür der Film schon lohnt. Dieser wahnwitzige aber briliiante Einfall "rettet" in meinem Augen den Film auf eine 6/10, mit der sicher alle Beteiligten leben können.

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