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In "Getaway" schießt sich Steve McQueen als Gangster Doc McCoy bis zur mexikanischen Grenze durch!

Obwohl Regisseur Sam Peckinpah und Steve McQueen manche Vorlieben teilten, weil sie genaue Vorstellungen von einem Film hatten, waren sie trotzdem noch Freunde genug um ihren nächsten gemeinsamen Film Getaway anzugehen. Faye Dunaway ("Bonnie und Clyde") sollte die weibliche Hauptrolle mimen. Hatte aber keine Zeit, und so kam Ali McGraw ("Love Story") an Bord und übernahm die Rolle der Geliebten von McQueen.
"Getaway" ist kompromissloses Kino der 70er Jahre von höchster Güte. Abgesehen vom jede Verbrecherromantik ausmerzenden rabenschwarzen Ende mit dem in tödlicher Langeweile im mexikanischen Gangsterdomizil darbenden Pärchen, inszenierte Sam Peckinpah den Roman von Jim Thompson einfach perfekt. Steve McQueen ("Papillon, "Die glorreichen Sieben") ist brillant als aus dem Gefängnis entlassener Profi-Gangster Doc McCoy, der erfahren muss, dass seine Frau ihren Körper an seinen Gönner verkauft hat. Nach einem gescheiterten Banküberfall und auf der Flucht nach Mexiko ballert Doc alles – ob Polizei oder Gangster – um, was ihm im Weg steht.

Fazit: Dieser Gangsterfilm ist ein amoralisches Meisterstück zum Thema Überlebenskampf, das Sam Peckinpah ("Wild Bunch", "Wer Gewalt sät") neutral, eiskalt und im fiebrigen Wechsel von Totalen und Nahaufnahmen perfekt inszeniert hat.

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