Die Niederländer sind jetzt nicht so bekannt für ihre herausragenden Zombiefilme, schon gar nicht für Zombiekomödien. Das Regieduo Smits/ van den Eshof orientiert sich bei der Handlung an viele populäre Vorbilder, lässt jedoch wenig Originalität durchschimmern.
Per Zufall sitzen der ehemalige Büroarbeiter Aziz, sein Bruder und drei weitere Typen in einer Arrestzelle, als in Amsterdam eine Zombieepidemie ausbricht. Gemeinsam mit der Polizistin Kim versuchen sie dem Chaos in der Stadt zu entkommen...
Die Erzählung hält sich nicht allzu lange mit Vorgeplänkel auf, sondern kommt nach einer Pool-Party und kurzer Einleitung im Büro rasch auf den Punkt. Für das Budget von rund einer halben Million Euro kann sich die Ausstattung sehen lassen. Die teils verwüsteten und menschenleeren Kulissen verbreiten ein wenig Endzeitstimmung, die Zombies, insbesondere ein paar grüne Pusteln sehen okay gestaltet aus und mit den unterschiedlichen Überlebenskämpfern werden überwiegend Sympathieträger eingebunden, bei denen das Mitfiebern immer mal wieder von etwas Situationskomik unterbrochen wird.
Natürlich sitzt nicht jeder Gag und so manche Zeitlupe erzielt nicht den gewünschten Effekt, doch ein paar zweckentfremdete Waffen, unkaputtbare Gegner und ein selbstironischer Nachrichtensprecher sorgen für heitere Stimmung. Durch das Virus eines abgestürzten Satelliten ist das Zombieblut grundlegend grün und obgleich zig Köpfe zerschossen, zahlreiche Gliedmaße abgetrennt werden und so manche Kugel ihr Ziel findet, ist eine FSK16 ein treffendes Siegel.
So will Aziz seine Fast-Freundin aus einem Bürokomplex retten, eine Ballkanone erweist sich als schwache Waffe, eine Stretch-Limo wird erst gar nicht in Gang gesetzt und an einer Stelle fühlt man sich unweigerlich an ein Videospiel erinnert, welches mit bissigen Kommentaren unterlegt ist. Am Ende ist zwar klar, welchen Weg die Gruppe gehen wird und wer die Odyssee letztlich überleben könnte, doch ein finaler Gag rundet die Sache einigermaßen ab und lässt unter Umständen auf eine Fortsetzung hoffen.
Denn zweifelsohne bereitet das Treiben gute Laune, die Mimen sind mit sichtlicher Spielfreude bei der Sache und auch die Action kann sich sehen lassen, obgleich die großen Knaller außen vor bleiben und im Endeffekt nicht allzu viel zu Bruch geht.
Wer Zombiekomödien mag und es auf der Humorebene eher schlicht bevorzugt, könnte einen Blick riskieren.
6 von 10