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Die frisch verheiratete TV-Journalistin und Nachrichtensprecherin Marcy Howard erhält einen anonymen Anruf, der sie in die Blue Mood Bar lotst... wo sie einen Berg von Leichen vorfindet, die allesamt mit einem Maschinengewehr massakriert wurden. Der neue Sender-Chef Matthew Chandler, dem der Sinn nach Sensationsmache steht, will die Einschaltquoten hochjagen und setzt Marcy und ihren Produzenten Allen prompt auf die heiße Story an. Ihr Ex, der zufälligerweise in dem Fall ermittelnde Polizist Oliver, verdächtigt schnell den vorbestraften Freund eines der Opfer, der sich seitdem auf der Flucht befindet... und der allem Anschein nach nun auch hinter Marcy her zu sein scheint. Diese kommt derweil dahinter, dass jene Tote eine Studentin ihres Ehemanns, dem Uni-Professor Reed Pierce, gewesen ist... und mit diesem vor ihrer Ehe wohl auch eine Affäre am Laufen hatte. Schlimmer noch: Das Totenkopf-Symbol, das man ihrer Leiche in die Brust geschnitten hat, weckt Erinnerungen an einen ähnlichen Vorfall aus dem Vietnam-Krieg, in den Reeds Einheit damals verwickelt gewesen ist... Ed Begley Jr., Michael Nouri, Branscombe Richmond (der hier merkwürdigerweise in den Credits nirgends genannt wird) und noch ein paar weitere geben sich in diesem TV-Made-Psycho-Thriller als Verdächtige die Klinke in die Hand, animieren den Zuschauer zum munteren Miträtseln, wer denn nun der "Totenkopf-Mörder" (ach, die deutsche Titelschmiede mal wieder, ey!) ist und sorgen so dafür, dass man bis zum Abspann einigermaßen engagiert am Ball bleibt, auch wenn der vorliegende Streifen auf dem weiten Serienkiller- und Whodunit?-Feld natürlich kein allzu großer Wurf ist. Fairerweise sei aber doch auch gesagt, dass die Handlung sich da keinesfalls allzu doof anlässt und das Ganze ergo nicht schon von Beginn an leicht zu durchschauen ist, auch wenn die Auflösung da letztenlich doch einen dezent-beliebigen Touch hat, denn natürlich kann sich da zum Schluss wirklich jeder mit gleichem Recht als Schuldiger entpuppen, ganz so, wie es den Drehbuchautoren da beliebt. Glücklicherweise ist mit Alan Metzger, der zuvor ja auch schon den ziemlich guten "Killing Cop" gemacht hat, ein Regisseur am Ruder, der durchaus ein Händchen dafür hat, solche Fernseh-Ware nicht aus der alleruntersten Genre-Schublade zu fischen und der wirklich das Maximum an Spannung aus der recht abgegriffenen Storyline presst, ohne dabei innerhalb eines eher restriktiven Rahmens einer TV-Produktion blutige Schauwerte oder Mord-Tableaus auffahren zu können. Aber an ein solches Filmchen stellt man ja auch nicht dieselben Ansprüche wie an "Das Schweigen der Lämmer" oder "Sieben", gelle? Fazit: Ist für einen gemütlichen Fernseh-Abend auf der Couch genau richtig...

6/10

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