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Genie, Workaholic, Frauenheld – Joe Gideon ist ein gefeierter Regisseur und Choreograph am Broadway. Gerade ist er dabei, ein neues Stück vorzubereiten – da streikt sein Körper. Joe hat die letzten Jahre über seine Verhältnisse gelebt, zu viel Arbeit, zu viele Drogen und zu wenig Schlaf zollen nun ihren Tribut. Nach einem Herzanfall wird er ins Krankenhaus eingeliefert.

Ich bin jetzt nicht der große Freund von Musik- oder Broadwayfilmen, aber wenn einer 4 Oscars einsackt, kann man schonmal die Aufnahme Taste drücken. Während man sich anfangs beim Casting der Tänzer und Sänger sich bei A Chorus Line wähnt, konzentriert sich der Film aber recht zügig auf die Figur des Theaterregisseurs und seinen destruktiven Lebenswandel.
Das neue Stück soll von den Prognosen ein großer Renner werden. Dummerweise bremst ihn sein Herz infarktös aus, wen wunderts wenn Nikotin, Stress und Alkohol in dieser Dosis zusammentreffen. Die Produktion gerät ins stocken, Produzenten melden sich, aber der gute geht mit seinem live fast, die Young seinen letzten Weg von der Bühne.
Überrascht kann man dabei von Roy Scheider sein, den man ja sonst eher als rationalen Sheriff bei der Haijagd kennt. Er spielt völlig gegen sein Image an und hat sichtlich Spaß dabei. Seine Figur bringt auch einiges an Humor in die Handlung.
Für mich waren in den zwei Stunden etwas viel an Tanz- und Musiknummern aller Couleur vorhanden, aber das ist ja letztlich Geschmacksache. Auch so geht die Laufzeit recht flott vorbei und hätten wir nicht alle gerne, zumindest heimlich, das dekadente Leben.
7/10

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