In den Fünfzigern gab es neben einigen Invasorenfilmen auch jede Menge Monsterhorror, doch auf die Idee, Spitzmäuse zu Killerbestien mutieren zu lassen, muss man erst einmal kommen. Seinerzeit wurden Handpuppen und verkleidete Hunde verwendet und besser wäre das auch für die unerwartete und späte Fortsetzung gewesen.
Eine Filmcrew begibt sich auf eine einsame Insel, um ein Trashformat abzudrehen, doch Kapitän Sherman (James Best) hat schlechte Erinnerungen an diesen Ort, da er vor rund fünfzig Jahren ein einschneidendes Erlebnis mit mutierten Spitzmäusen hatte. Und siehe da, die Biester sind immer noch auf der Insel...
Der mittlerweile 87jährige James Best arbeitete an dem Drehbuch mit und bekleidet nach 1959 erneut die Figur des Sherman, was nach so einer Zeitspanne schon eine Überraschung darstellt. Der Rest der Chose entpuppt sich als eher weniger interessant, auch wenn einige Momente beim Filmdreh erheitern, etwa, als ein Typ in ein Ziegenkostüm schlüpft, weil ein echtes Tier zu teuer gewesen wäre oder die Praktikantin am Set deutlich älter als alle anderen ist.
Zwar kristallisieren sich ein, zwei Sympathieträger heraus, doch der Rest der Crew bleibt weitgehend namenloses Kanonenfutter für die Bestien. Und diese bilden letztlich das eigentliche Manko des Streifens, da die CGI nahezu unterirdisch ausfallen. Die Kreaturen sehen aus wie kleine Wölfe mit Einschlägen von Ratten und zu kurz geratenen Beinen, während besonders bei den Attacken auch gerne mal Schatten vergessen werden, wodurch wiederum auffällt, dass die Darsteller oftmals orientierungslos sind und nicht unbedingt dorthin schauen, wo die Gefahr lauert.
Entsprechend übel fallen auch die Gewalteffekte aus, zumal einige Szenen im Off stattfinden, andere per Egosicht mit rotem Farbfilter eingebunden werden und am Ende nicht viel mehr bleibt, als der Rumpf nach einem abgetrenntem Arm und Andeutungen von Bisswunden, ebenfalls alles aus dem Computer.
Was das Ganze jedoch entscheidend beeinflusst, ist das recht flotte Erzähltempo und der Verzicht auf unnötiges Gelaber, selbst die Flashbacks (man greift auf Originalszenen aus dem Werk von 1959 zurück) verleihen noch ein wenig Charme. Zudem nimmt sich das Geschehen oftmals selbst nicht ernst, während das Zusammenspiel der letzten Überlebenden mit einem leichten Augenzwinkern angereichert wurde.
So wird die dünne Story, - Einsame Insel - TV-Team - Monster zumindest noch einigermaßen unterhaltsam rübergebracht, die meisten Mimen sind mit sichtlicher Spielfreude und einigem Overacting bei der Sache, nur trüben die schlechten Computereffekte den Genuss.
Für eingefleischte Freunde von Tierhorror also nur bedingt zu empfehlen, - wer gleichermaßen Trashfan ist, könnte hingegen einen vorsichtigen Blick riskieren.
5,5 von 10