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Es gibt so Filme, bei denen man sich wirklich fragt, warum irgendein Produzent auch noch so wenig Geld bereit gestellt hat, um diesen Unfug zu realisieren. Warum etwa mehr als 50 Jahre nach dem 1959er-Trash-Horrorstreifen „Die Nacht der unheimlichen Bestien" die billigst produzierte Fortsetzung „Return of the Killershrews - Die blutrünstigen Bestien kehren zurück" entstanden ist, das weiß wohl niemand so genau.

Fakt ist, dass mit diesem C-Schund-Produkt aus den Tiefen der US-Trashfilm-Schmiede ein absolut unnötiges und vollkommen unterhaltungsarmes Sequel entstanden ist, das mit einer dünnen Story (eine TV-Crew will auf der Insel eine Reality-Show drehen, wird aber von den Monster-Spitzmäusen dezimiert), grottenschlechten CGI-Effekten aus der tiefsten Mottenkiste der Computertechnik und miserablen Darstellern aufwartet.

Immerhin zwei kleine Pluspunkte kann man diesem Streifen als aufgeschlossener Trash-Fan zugestehen: Zum einen bemüht er sich um eine inhaltliche Fortführung des Vorgängers, indem er zwei der damaligen Hauptcharaktere wieder zusammenführt. Und zum anderen weiß er offensichtlich selbst ganz genau, welch ein Schund er ist, denn der Film nimmt sich zu keiner Sekunde selbst ernst. Hemmungslos überzogene Figurenstereotype und schrille Selbstironie bestimmen den Grundton - da gibt es etwa einen arroganten Regisseur, einen noch viel selbstverliebteren, dämlichen Schauspielstar, ein dummes Blondchen oder einen geldgierigen Produzenten. Das ist alles nicht wirklich gut gemacht, sondern viel zu überdreht und klischeehaft, aber immerhin entlockt einem das irre Chargieren der unbekannten C-Darsteller noch das eine oder andere Schmunzeln.

Was man von den Monstern nicht behaupten kann. Das 50er-Jahre-Original hatte ja noch den Charme, die Riesenmäuse von verkleideten Hunden darstellen zu lassen. Hier nun herrschen grottige Spezialeffekte vor, die jede Bewegung, jeden aufgewirbelten Staub und jeden Blutspritzer als so computergeneriert erkennen lassen, wie sie nun mal sind. Das ist absolut idiotisch, dilettantisch gemacht und fordert von den menschlichen Nebenfiguren immerhin das schauspielerische Können, sich von Monstern fressen zu lassen, die gar nicht da sind - was sie nicht sonderlich überzeugend hinbekommen.

Auch sonst bietet „Return of the Killershrews" nichts, was irgendwie zur Unterhaltung beitragen könnte. Die Dialoge sind unterste, belanglose bis schwachsinnige Schublade, die Dramaturgie ergibt keinerlei Sinn (ständig tauchen aus dem Nichts neue Figuren auf und verschwinden meist direkt wieder) und alle Charaktere stellen sich so dermaßen dämlich an, dass keinerlei Spannung aufzukommen vermag. Da helfen auch die wenigen Pluspunkte nicht mehr. Wer sich diesen Mist ansieht, muss wirklich ein ausgesuchter Trash-Fan sein. Doch selbst für einen solchen gibt es hier nicht wirklich etwas zu sehen.

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