Review

THE IMPOSSIBLE oder Der grauenhaften Wirklichkeit nahe!

Ich kenne sie noch – die Amateuraufnahmen der Tsunami-Katastrophe von 2004. Auch habe ich mir damals versucht, ein Bild von dem realen Grauen zu machen, das so viele Menschen in wenigen Augenblicken in ein unbeschreibliches Chaos spülte.

Der spanische Film THE IMPOSSIBLE schildert die damaligen Geschehnisse aus Sicht einer fünfköpfigen Familie. Im Nachspann kann der Zuschauer lesen, dass das Gezeigte auf tatsächlichen Erlebnissen basiert.

Es ist lange her, dass mich ein Film dermaßen beeindruckt und emotional mitgerissen hat.

Der zerstörerische Tsunami und seine verheerenden Auswirkungen wurden tricktechnisch beängstigend echt wirkend in Szene gesetzt.
Die Katastrophe wird für den Zuschauer fast fühlbar – die Kamera mittendrin im Grauen und jederzeit nah an den Hauptpersonen.
Die Schauspieler (Watts und McGregor) zeigen hierbei die komplette Palette an menschlichen Regungen. Auch die Kinderschauspieler füllen ihre Rollen hervorragend glaubhaft aus.
Durch das ausgezeichnete Schauspiel der Besetzung entsteht eine tiefe Identifikationsmöglichkeit mit den Charakteren.
Nie habe ich mit Filmfiguren mehr gelitten, ihre Verzweiflung und ihren Schmerz geteilt und mich für sie am Filmende gefreut!

THE IMPOSSIBLE ist ganz großes Katastrophen-Kino – bildgewaltig und emotional packend bis zur letzten Aufnahme – und leider basiert der Film auf den erschütternden Ereignissen, bei denen mehr als 200.000 Menschen den Tod fanden. Dies darf man bei diesem sehr gut gemachten Kinofilm nicht vergessen.

Unterm Strich kann ich das gewaltige Drama jedem empfehlen, der reif genug ist, diesen exzellenten Film nicht nur als einfache Unterhaltung zu sehen, dafür ist er zu überwältigend.

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