Durch die Schändung eines indianischen Totempfahls beschwören einige Kids im Camp Eaglewalk einen waschechten Bigfoot herauf, der prompt erscheint und unter den Anwesenden ein Blutbad anrichtet. Zehn Jahre später kehrt ein Überlebender des damaligen Massakers zusammen mit ein paar Kumpels nach Eaglewalk zurück... wo das zottelige Ungeheuer tatsächlich immer noch sein Unwesen treibt... Rob Himebaughs "Eaglewalk" ist eine ziemlich stimmige Hommage an olle Camp-Slasher à la "Freitag der 13." und sowie natürlich auch an den Bigfoot-Horror vergangener Tage, allen voran James C. Wassons 1980er-Schlocker "Der Teufel tanzt weiter", dem gesondert Referenz erwiesen wird, wenn sich hier in einer Einstellung ein Bigfoot-Fußabdruck genauso mit Blut füllt wie einst dort... ein netter, kleiner Insider-Tip-to-the-Hat, der charmanter wirkt, als wenn man irgendeine nerdige Anspielung in den Dialogen blöd in die Welt rausposaunt hätte. Inhaltlich wird nicht lange um den heißen Brei, öhm, "getanzt" (wie auch, bei gerade mal 26 Minuten?), sondern schnell einige Standard-Situationen des Genres und die alten Body-Count-Formeln bemüht. Insgesamt gibt es dann also durchaus viel Positives zu vermelden: Die heraufbeschworene Atmosphäre ist recht authentisch, das Bigfoot-Kostüm sieht echt spitze aus und da die nichtige Geschichte hier auf etwa ein Drittel der Laufzeit komprimiert wurde, die für sowas normalerweise veranschlagt wird, hat man die langweiligen Passagen, die sich sonstwo immerzu einschleichen, dieses Mal schlicht außen vor gelassen. Es gibt allerdings auch ein paar Schönheitsfehler, die den Spaß an dieser an sich recht gelungenen, kleinen Fingerübung ein wenig trüben: Die Kills hätten nämlich für das Original-80s-Feeling mal echt blutiger sein können/müssen und das Ende ist echt super-lame! Rob Himebaugh hat zwei Jahre später mit dem kribbeligen Kurzfilm "Silk" dann auch gezeigt, dass er es eigentlich (noch) besser kann...
6/10