Der Film beginnt in Matzeders Kindheit und zeigt schon dort, daß das Leben für ihn nicht einfach ist, aber auch daß er Probleme verursacht und nicht weiß welches Ausmaß seine Handlungen mit sich bringen. Auch als Erwachsener zeigt er kein Unrechtbewußtsein. Im laufe der Jahre steigern sich seine Taten, von kleinen Lausbubenstreichen im Kindesalter, doch auch dort zeigt sich bereits eine sadistische Ader. Später schreckt er auch vor Vergewaltigung und Mord nicht zurück. Seine zweifellos auch vorhandenen guten Seiten werden leider nicht so deutlich zur Geltung gebracht, trotz aller seiner Handlungen, Mord, Vergewaltigung, Raub, das pure Böse ist wohl auch ein Matzeder nicht.
Matzeder will in erster ein historischer Film sein. Eine klassische "Gut gegen Böse" Konstellation gibt es nicht -Gegenspieler ist "Die Gendarmerie" als allgemeines aber es gibt eben nicht "den einen Gendarmen" der jagt auf ihn macht. Dies zeigt auch, daß der Film nicht in dieser Form unterhalten will, sondern die historischen Tatsachen glaubwürdig und soweit noch nachvollziehbar korrekt wiedergeben will.Der Film ist auf bayrisch gedreht es gibt auf der DVD optional aber auch deutsche Untertitel
Die Schauplätze sind sehr gut gewählt, wirken größtenteils sehr authentisch, teilweise sind sie etwas zu ordentlich. Einige der wenigen Kritikpunkte sind die Nebendarsteller(innen) die ihre Texte etwas zu lieblos runterrasseln.
Auch die Schlussszene mit Matzeders unzweifelhaftem Ende hätte auch mit weniger Effekthascherei funktioniert.