Review

Die Prämisse, aufgrund eines Banns oder Fluchs an einen bestimmten Ort gebunden zu sein und beim Versuch des Entkommens auf wundersame Weise stets wieder hierher zu gelangen, wird seit den 80ern regelmäßig in Düsterfilmen verwendet. Dieses Thema allein reicht eigentlich kaum für einen abendfüllenden Film, weshalb Regie-Eintagsfliege Eric Hurt noch diverse, hinlänglich bekannte Motive beimengte.

In Virginia sucht die Familie um Charlie Hays (Marc Singer) ein neues, abgelegenes Zuhause und will soeben jenes Gebäude in Augenschein nehmen, kurz darauf trifft Familie Thomson um Don (Art LaFleur) ebenfalls hier ein. Als sie auf ein völlig verstörtes Mädchen ohne Zunge treffen, nimmt das Schicksal seinen Lauf, denn jeder Versuch das Gelände des Hauses zu verlassen endet genau vor selbigen…

Ein wenig sympathischer hätte man die sieben Figuren ruhig ausarbeiten können, denn ansatzweise zugänglich ist nur Teenager-Tochter Emmy Hays und die stumme Hanna, wobei Letztgenannte folgerichtig auch nicht viel beisteuern kann. Die übrigen kommen entweder zickig, lüstern oder grobschlächtig daher, was das Mitfiebern nicht sonderlich erleichtert.

Einmal ans Haus gebunden, kommt es alsbald zu übersinnlichen Erscheinungen. Beinahe schon obligatorische bleiche Kindergesichter tauchen ebenso wie längst Verstorbene auf und das Murmeltier grüßt täglich, wenn der Vorratsschrank jeden Tag mit sieben Dosen Eintopf gefüllt wird, - diesbezüglich meint das Böse es noch gut mit den Anwesenden.

Das augenscheinlich geringe Budget ließ offenbar nicht viele Spezialeffekte zu, weshalb ein weißes Antlitz mit dämonisch langen Zähnen bereits die einzig nennenswerte Einlage darstellt. Eine Handvoll Gewalteinlagen ist zwar auszumachen, doch diese rechtfertigen gerade noch eine FSK 16, wobei sich die Qualität der handgemachten Effekte sehen lassen kann.

Leider zieht sich die Angelegenheit im Mittelteil merklich, - da bringt es wenig, einigen Figuren zu einer Begegnung mit ihrem vermeintlichen Alter Ego zu verhelfen. Interessanter ist schließlich die Enthüllung düsterer Geheimnisse einiger unfreiwilliger Hausbewohner, was final auch Erklärungen für den Bann liefert. Ganz zuletzt übertreibt es das Drehbuch jedoch mit doppelbödigen Wendungen, zumal diese Fragen aufwerfen und zwangsläufig einige Logiklücken mit sich bringen.

Insgesamt wird solide performt und auch handwerklich sind keine groben Schnitzer auszumachen, wobei der betont ruhige Score eher einschläfernd wirkt, anstatt die Spannung anzuheizen. Storytechnisch finden sich viele bekannte Motive, die kaum innovativ daherkommen, zudem mangelt es trotz kleiner Wendungen an Finesse, wodurch die rund 102 Minuten zu keiner Zeit mehr als Durchschnittsware liefern.
5,5 von 10

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