Review

THE SHINING (1980)

Jack Torrance verbringt als Housekeeper mehrere Monate mit seiner Familie in einem abgeschiedenen Berghotel um es vor Frost- und Winterschäden zu bewahren. Warum die idealen Ski-Bedingungen vom Hotel-Management nicht genutzt werden, bleibt ungeklärt.

Stanley Kubrick legte mit THE SHINING das wohl einzige Horror-Epos vor und die Messlatte entsprechend hoch. Immerhin ist er ja Stanley Kubrick. So überzeugt der Film mit pompösen und durchkomponierten Bildern, begeistert mit dramatischen Landschaftsaufnahmen ebenso wie mit schier endlosen Kamerafahrten durch die Flure des Hotels und durch den angrenzenden Irrgarten. Sehr sehenswert und stimmig. Teilweise auch extrem spannend!

Der geistige Verfall von Jack ist glaubwürdig und metaphorisch ausgeklügelt umgesetzt. Seine Monologe sind gigantisch, Nicholson spielt ohnehin jeden an die Wand. Wenn überhaupt einer einen Irren spielen kann, dann er! Aber was bleibt unter dem Strich? Ein fast zweistündiges Epos, in dem kaum etwas geschieht. Den lieben langen Tag torkelt man durch’s Hotel und vertreibt sich irgendwie die Zeit. Und sei es mit Irre werden. Tristes, Einsamkeit und Abgeschiedenheit sind hier definitiv fassbar. Zwischenschnitte auf Horrorvisionen unterstreichen dies.  Aber man wird das Gefühl nicht los, dass es ruhig auch etwas mehr hätte sein können. Final sieht man eben nur einem zweistündigen Verfall in den Irrsinn zu, der in einer extrem spannenden Jagd auf die eigene Familie gipfelt. Bis dahin passiert aber eigentlich nichts. Und das hinterlässt nebst aller metaphorischer Raffinesse und ausgeklügelter Bildkomposition dennoch einen faden Beigeschmack. 7/10.

Ich werd wohl mit diesem Film nicht warm. :-(

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