Stanley Kubrick war ein Großmeister seines Fachs, hat mit 2001 einen der in der Filmgeschichte meistzitierten Sci-Fi-Filme und mit Clockwork Orange einen Alltime-Kultstreifen präsentiert. Daneben steht Full Metal Jacket als einziger Anti-Kriegs-Film, der es mit Apocalypse Now aufnehmen kann. Er hat sich in beinahe jedem anspruchsvollen Genre versucht, sei es Drama, Sci-Fi oder Erotikthriller und hat mehr oder weniger Meilensteine der Geschichte geschaffen. Zu dieser Riege zählt auch "The Shining", neben "Stand by me" und "Die Verurteilten" sicherlich die beste Verfilmung eines Stephen King Romans. Der Kritikpunkt, dass der Fílm mit dem Buch wenig zu tun hat, darf nicht zählen, da es sch 1. um einen Kubrick-Film handelt und 2. ein Film, wenn auch eine Buchvorlage existiert, für sich alleine stehen sollte.
Kubrick hat mit "The Shining" einen morbiden, beklemmendenm, schockierenden, im Großen und Ganzen also einen großen, Horrorfilm geschaffen, der sein ganzes Können ausbreitet. Seien es die faszinierenden Soundkulissen, in denen ein Tennisball oder ein Dreirad zur beklemmenden Filmmusik mutiert oder die schnellen Schnittfolgen, welche die Überlappungen von Einbildung und Realität perfekt umsetzen und Schockeffekte en masse präsentieren. Es gibt nicht viele Regisseure, die aus Tennisbällen und Schreibmaschinen Terrorwerkzeuge in der Psyche des Zusehers machen, Kubrick darf sich ganz oben dazu zählen.
Dazu kommt ein durchdachtes und morbides Drehbuch, dass die Isolation und den Absturz Jack Nicholsons als Odysse präsentiert, die zu Beginn ruhige Ehefrau in einen Abgrund stürtzt und sie zu einer hsyterischen, verängstigten Person mutieren lässt. Einziger Schwachpunkt bleibt der schizophrene Sohn, dessen Angst- und Halluzinationsattacken zwar gut umgesetzt wurden, der aber durch seinen mit ihm sprechenden Finger ein wenig an Glaubwürdigkeit verliert.
Das verlassene, mit der Zeit immer beängstigender erscheinende Hotel dient perfekt als Drehort. die Mystik des Spukhauses wurde selten besser umgesetzt. Ein simpler Gang wird zum Mordschauplatz, ein Zimmer zur Brutstätte von Terror und Angst. Die Szene mit dem aus dem Fahrstuhlschacht schießenden Blut brennt sich als eine der unheimlichsten je gesehenen ein.
Fazit: Ein schweisstreibender Horrorthriller in perfekter Kubrickmanier. Mit beängstigendem und großartigem Soundtrack, fantastischen Darstellern und einigen der besten Schockszenen der Filmgeschichte.