☆☆☆SHINING☆☆☆
Der große Stanley Kubrick kreierte 1980 mit SHINING sein großes Horrormeisterwerk, das Filmgeschichte schrieb...
Diese geisteskranke Psychokiller-Geschichte hat auch 40 Jahre später nicht an Wirkung verloren. Dem Hotel der Hölle entkommt Jack Torrance nicht.
Als Garrett Brown 1974 die Steadicam erfand, wusste er noch nicht, dass sich John Alcott mit seiner Arriflex 35bl camera auf einen Rollstuhl(denselben, der auch in A Clockwerk Orange genutzt wurde) setzen wird um mit Stanley atemberaubende Kamerafahrten im Overlook Hotel auf 35mm Film zu bannen. Man hat von Anfang an das Gefühl, mittendrin anstatt nur dabei zu sein. Man läuft buchstäblich mit seinen Augen durch das majestätische Hotel in den Bergen von Colorado. Dank ZEISS Super Speed Lenses saugt man jedes Bild mit beklemmender Spannung durch die Netzhaut ins Gehirn auf. Ray Lovejoy sorgt für eine dynamische Bildmontage und Wendy Carlos und Rachel Elkind treiben den Spannungsbogen durch ihre schreckliche Klänge auf die Spitze, damit sich der Wahnsinn auch im Gehörgang festsetzt. Handwerklich ist dieser Film perfekt und das Drehbuch ist allererste Sahne (mit egal, was Stephen King sagt...)
Das Overlook Hotel heißt in Wahrheit The Stanley Hotel und das Zimmer 237 ist in Wahrheit das Zimmer 217. Es befindet sich in Estes Park, Colorado und ist ein beliebtes Touristenziel seitdem King seine Horrorgeschichte dort schrieb. Angeblich hat er selbst im besagten Zimmer mysteriöse Dinge erlebt...
Einige Szenen aus der Eröffnungssequenz finden sich auch in der Schlussszene von Ridley Scott's Klassiker BLADE RUNNER wieder.
Jack Nicholson, Shelley Duvall, Danny Loyd, Scatman Crothers, Philip Stone und Joe Turkel glänzen in ihren Rollen wie blutige Diamanten und spielen geschliffen scharf wie Jack's Axt. Diese Form von Glaubwürdigkeit ist "acting at it's finest"!!!
Kubrick zeigt auch hier seinen visionären Stil und schreibt REDRUM mit seiner persönlichen Handschrift wie kein anderer an die Tür des Badezimmers.
10/10