Vorwort:
Eine gute Geschichte von Stephen King, Stanley Kubrick als Regisseur und Jack Nicholson der Schauspieler, das sind gleich drei Dinge auf einmal, ob das mal gut geht? Es geht hervorragend gut. Geschichten von Stephen King sind meist düster und haben einen hauch von Horror. Davor wurde der Roman Carrie von Brian de Palma super umgesetzt, aber kann es auch Stanley. Stanley Kubrick als Regisseur, so mancher Schauspieler hatte so sein Probleme mit ihm, er ist eigenwillig und ein Perfektionist. Das merkt man den Film auch an und das ist auch gut so.
Romanvorlage:
Hier muss man zuerst erwähnen das ich zuerst den Film gesehen habe, erst später hab ich mir den Roman „Shining“ von Stephen King durchgelesen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich von der Romanvorlage sehr enttäuscht war. Hätte Stanley Kubrick genau die Elemente im Film eingebaut, die im Roman sind, wäre der Film vielleicht nicht so gut geworden. Zum Glück muss man sagen das Stanley Kubrick und Diane Johnson das Screenplay ein wenig verändert haben. Das tut dem Film in keinster Weise weh, er wird sogar Besser. Im Film gibt es ja das berühmte Labyrinth, das es im Buch gar nicht gibt, hier gibt es Büsche, die die Form von Tieren haben. Das heißt vor dem Hotel finden sich Vögel und anderes Getier. Zum Ende des Filmes werden diese „Buschtiere“ lebendig. Diese Szene gibt es im Film zum Glück nicht, das wäre doch zu albern gewesen. Wie gesagt stattdessen gibt es ein Labyrinth. Es gibt eine TV-Mini-Serie mit Steven Weber da wurde es nach Originalvorlage umgesetzt und prompt war dieser Film ein Desaster. Denn ich weiß noch das Stephen King es immer sehr schade fand das der Roman für den Film so umgeschnitten wurde und das viele Elemente fehlten. Bei der TV-Mini-Serie war das nicht, es wurde alles so gemacht wie Herr King gesagt hatte. Aber wer sich die Serie mal angesehen hat, versteht warum die Serie schlechter als der Film ist, denn ein Steven Weber ist im Gegensatz zu Jack Nicholson nur eine Lachfigur. An diesen Schauspieler kommt so schnell keiner dran.
Stanley Kubrick, der Regisseur:
Vor den Film „Shining“ dreht Stanley Kubrick noch andere gute bis sehr gute Filme. Hier möchte ich „Uhrwerk Orange und „2001: Odyssee im Weltraum“. Zwei Filme die man einfach gesehen haben muss. Mit den Film „Shining“ hat er noch einen oben drauf gesetzt. Für diesen Film könnte ich mir auch keinen anderen als Regisseur vorstellen. Es war die Richtige Wahl und heraus kam dieser genial und spannende Horrorfilm.
Spannung und Atmosphäre:
Ich kenne kaum einen anderen Film der so eine geniale Atmosphäre hat wie dieser Spielfilm. Von Beginn an hat der Film „Shining“ eine geniale Spannung, die nicht zu überbieten ist. Es gibt eigentlich viele gute Gründe für Spannung und Atmosphäre:
1. Stanley Kubrick der Regisseur und die Schauspieler, Voralleendingen Jack Nicholson, er versteht sein Handwerk. Hier haben sich zwei getroffen und heraus kam dieser geniale Film. Jeder von ihnen hat seine eigene Art, aber das macht diesen Film so sehenswert.
2. Geniale Kameraführung und nicht zu vergessene Filmszenen, wie z.B. die Szene mit Jack , als er die Türe mit der Axt einhaut oder die Fahrten von Danny im Flur. Nicht zu vergessen, als Wendy das Manuskript von Jack liest und erfährt das ihr Mann zig tausend mal denselben Satz geschrieben hat. Genial.
3. Zum Abschluss als dritter wichtiger Punkt natürlich diese spannungsbetonte Musik. Hier passt einfach alles ganz genau zusammen.
Amerikanische- Europäische Fassung:
Leider und für mich eigentlich nicht nachvollziehbar, hat Stanley Kubrick für den europäischen Markt eine gekürzte Fassung rausgebracht. Diese gekürzte Fassung geht 115 Minuten, die Original und ursprüngliche Fassung die es wohl nur für den amerikanischen Markt gibt, geht ca. 140 Minuten. Diese ursprüngliche Version hab ich leider nie gesehen, aber ich hab gelesen, dass einige Szenen länger sind. Außerdem gibt es am Anfang des Filmes eine neue Szene mit den Jungen Danny. Na ja, ich als großer Fan dieses Filmes würde gern diese längere Fassung gern mal sehen. Bis heute ist es mir aber verwehrt worden und als Import-Bestellung zu teuer. Irgendwann, so hoffe ich, werde ich ihn mit Sicherheit sehen.
Musik:
Geniale Filme haben meistens auch einen genialen Soundtrack. „Shining“ hat davon eine ganze Menge. Ohne diese tolle Musik wäre der Film wahrscheinlich nur halb so gut. Nun ja so radikal möchte ich es nicht sagen, aber ungelogen es ist der beste Sound den ich in einen Film gesehen habe. Diese Musik fesselt einen, es läuft einen eiskalt den Rücken runter. Es fängt mit dieser einsamen Fahrt der Familie Torrance in ihrem Auto zum Overlook Hotel an. Diese Fahrt wird durch den unheimlichen Sound von Wendy Carlos & Rachel Elkind untermauert. Einfach unheimlich und man kann dadurch erfahren das dies nur der Anfang ist. Im Film gibt es so einige Szenen die durch den Sound begleitet wird. Stanley Kubrick hat Voralleendingen die Musik von Gyorgy Ligeti und Krzysztof Penderecki genommen und sie als Hintergrundmusik für die tollen Szenen genommen, wie z.B. die Visionen von Danny oder der geistige Verfall von Jack. Dieser Sound bringt Spannung und erzeigt eine unheimliche Atmosphäre. Schad,e dass es diese Musik nicht als Soundtrack zu kaufen gibt. Es hat wohl mal eine LP-Fassung Anfang der 80er gegeben, aber seit dem nichts mehr. Als Grund so hörte ich, sei es den Verantwortlichen zu teuer, diesen Sound rauszubringen. Sehr Schade für mich, den ich hätte in meinen Regal noch etwas Platz.
Schauspieler:
Hier brauch ich eigentlich nicht viel zu erwähnen. Jack Nicholson als Schauspieler, einfach klasse. Vor den Film „Shining“ hat er mich in dem Drama „Einer flog über das Kuckucksnest“ fasziniert. Tolle Schauspielerische Leistung und zurecht Oscar prämiert. Die Rolle in den Film „Shining“ ist ihm auf dem Leib geschrieben. Er kann sich so richtig austoben, denn ein böser Jack ist ein guter. Im Nachhinein kann ich mir keinen vorstellen der diese Rolle des Jack Torrance so gut spielen kann wie Jack Nicholson. Die Vorstellungen die Stanley Kubrick vom Jack Torrance hat, hat Jack Nicholson genial umgesetzt. Er kann nur stolz auf ihn sein.
Shelly Duvall als Wendy Torrance zart, zurückhaltend und sehr sensibel. Aber ich muss sagen auch hier klasse umgesetzt. Shelley Duvall ist mir vorher nie so richtig aufgefallen. Bis dahin waren es meist harmlose Rollen. Die Rolle der Wendy Torrance hat ihr einiges abverlangt. Hier hat sie ihre Grenzen kannen gelernt, denn Stanley Kubrick als Regisseur ist nicht immer einfach. So musste Shelly Duvall eine Szene 127-mal wiederholen, weil es Stanley Kubrick nicht gefiel. Außerdem war sie wohl den Nervenzusammenbruch nah oder hatte sogar einen. Trotzdem auch hier geniale schauspielerische Glanzleistung.
Der dritte im Bunde der Familie Torrance ist Danny alias Danny Lloyd. Ein Casting entschied das es den jungen Danny spielt. Hier kann ich auch nur positives sagen. Für sein Alter, hat auch er ein gute Leitung gebracht. Nach den Film „Shining“ hörte man aber nichts mehr von ihm.
Lieblingszitate:
""Hiiiiiiiier ist Jackie!!!"
"In der Tat Mr Torrance, ich bin mir nicht so sicher, ich habe meine Zweifel. Ich und auch andere neigen zu der Annahme, dass sie nicht ganzen Herzens bei der Sache sind, dass es Ihnen an Begeisterung fehlt."
"Toni ist der kleine Junge in meinem Mund."
Fazit:
„Shining“ ist für mich der beste Psychohorrorfilm den ich je gesehen habe. Bei diesem Film läuft es einen eiskalt den Rücken runter. Alles an diesen Film ist genial. Schauspieler, Regisseur, Kamera, Musik und Atmosphäre sind hier im Einklang und harmonieren prächtig miteinander. Dieser Film hat auf jeden Fall die 10 Punkte verdient und sollte in keiner DVD-Sammlung fehlen.
Bewertung:
10 von 10 Punkten.