Japanische Monsterfilme benötigen offenbar immer ein paar groteske Einlagen oder Wendungen, - erklären muss man sie ja nicht. Für die titelgebende Verwandlung des Protagonisten muss schließlich ein einziger Satz reichen: "Er repräsentiert die Welt."
Yoshioki und Keiko sind eigentlich ein glückliches Paar, wären da nicht die krampfartigen Anfälle von Yosh. Doch Keiko hält zu ihrem Mann und schützt ihn sogar vor Polizei und Psychiater. Doch dann nimmt die Metamorphose einen dramatischen Verlauf...
Zunächst kommt die Erzählung eher still und im kleinen Rahmen daher, denn es handelt sich um ein Durchschnittspaar, nur dass er zwischenzeitlich ein paar Anfälle hat, was phasenweise ein wenig unfreiwillig komisch anmutet. Der Body-Horror offenbart mit den ersten Mutationen jedoch sein geringes Budget, da entstellte Hände und Füße deutlich nach Latexklumpatsch aussehen, - später beim verzerrten Gesicht wird dieses noch wesentlich deutlicher.
Dennoch nimmt sich die Erzählung bis zuletzt recht ernst, was im Kontext der grotesken Entwicklung, mit Anlehnung an ein berühmtes japanisches Filmmonster kaum zu glauben ist.
Zumindest bieten die letzten Minuten ein paar Schauwerte, auch wenn die angedeutete Materialschlacht erneut Schwächen in Sachen Ausstattung offenbart.
Spannende Einlagen findet man bei alledem eher selten und auch die Effekte bei den wenigen Gewalteinlagen weisen deutliche Defizite auf, da das Computerblut komplett willkürlich spritzt, während explizite Momente außen vor bleiben. Darstellerisch wird wenig abverlangt und doch ist zuweilen deutliches Overacting im Spiel. Demgegenüber hält sich der Score angenehm zurück und treibt lediglich in den letzten Minuten ein wenig mehr an, - jedoch ohne dabei ins Theatralische abzudriften.
Mit noch nicht einmal 54 Minuten Laufzeit wurde immerhin eine angemessene Länge erreicht, welche das Treiben unterm Strich kurzweilig gestaltet. Inhaltlich sollte man besser nicht allzu viel hinterfragen, denn viel Sinn ergibt die Chose letztlich nicht, - für eingefleischte Monsterfilmfreunde bietet sie jedoch einen gänzlich anspruchslosen Happen für Zwischendurch.
5,5 von 10