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An der Halloman High School stehen Zeugnisse und Abschlussball bevor. Während die einen Vorbereitungen für die große Party treffen und sich dafür abends in der Turnhalle sammeln, brechen andere auf der anderen Hausseite in die Schule ein, um den Zentralcomputer zu hacken und ihren Notenschnitt zu heben. Weder die eine noch die andere Gruppe ahnt, dass sich seit einem Erdbeben in den Morgenstunden die Geister eines satanistischen Akademikerzirkels von den Toten erhoben haben. Denen kommt das Frischfleisch gerade recht.

Ghostquake ist mal bieder einer der wöchentlichen Billigoutputs des SyFy Channels, der sicher kein guter Film ist, aber allein die Böcke die der deutsche Publisher hier schießt lassen wenig Sehvergnügen zu. Warum beispielsweise die Halloman High School auf dem Cover mehrmals als Helville High School bezeichnet weiß keiner, ist aber auch egal. Ärgerlicher ist da schon die 18er Freigabe, die mehrmals überdeutlich geschnitten wurde und was da an Horrorgehalt noch übrig ist, kann man fast schon mit dem ab 12 Jahre Stempel versehen. Hier gibt es wirklich nur noch offscreen Kills mit wenig Blut.
Übel wird's dann auch mal wieder bei der Synchro. Man kennt das ja leider, das da oft Amateure am Werk sind, die von Lippensynchronität, Betonung und Aussprache mal so etwas von gar keine Ahnung haben. Ich frage mich da aber wirklich was man sich als deutscher Veröffentlicher davon verspricht eine Vertriebslizenz zu kaufen und dann jegliche Chance auf Verkaufsgewinne durch so eine Luschensynchro von vornherein zunichte macht, denn auch Fernsehsender werden so ein stammeliges Genuschel sicher nicht laufen lassen.
Für all das kann Ghostquake natürlich nichts und neutral rangegangen kann man der Schulgruselnummer schon einige interessante Aspekte abgewinnen. Zumindest die Antagonisten sind mit Spielfreude und gutem Make up bei der Sache, es gibt auch durchaus einige nicht unspannende Passagen und ein Film mit Danny Trejo ist ja fast automatisch schon mal nicht schlecht. Prinzipiell mag ich auch des Setting des Film, wenn eine kleine Gruppe in einer eingeschlossenen Location (auch wenn die Schule hier viel zu hell ausgeleuchtet ist, da wurde Potential verschenkt) um ihr Leben kämpfen muß und in schönster 10 Little Indians Manier dahingerafft wird.
Ansonsten bietet die Geistermär das übliche Sortiment an paranormalen Aktivitäten und simple CGI Taschenspielertricks, aber ich würde wirklich gern die ungekürzte Version sehen, denn es werden doch einige ruppige Aktionen angedeutet, aber leider auch rabiat weggeschnipselt. Nicht mehr möchte ich aber von den Darstellern ertragen müssen. Gerade bei den Teens tummeln sich mal wieder mimische Blödblinsen deluxe, muß mich fast bei der deutschen Synchro entschuldigen, die haben sich wahrscheinlich nur qualitativ angepaßt.
5/10

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