Für 50 Millionen Dollar fangen die Russen eine 26 m große und 12 Tonnen schwere, genetisch veränderte Riesenpython für die Amerikaner ein, jedoch wird dass Transportflugzeug von Rebellen abgeschossen. Der Transportbehälter der Schlange wird geborgen und in eine russische Militärbasis gebracht. Greg Larson, Leiter einer Spezialeinheit des CIA, engagiert den "Kurierfahrer" und Ex-Baseballprofi Dwight Stoddart, um die Schlange außer Landes zu schmuggeln. Schwer bewaffnet erreicht die Spezialeinheit die russische Basis, doch diese ist verlassen. Die Schlange ist frei und aus den Jägern werden gejagte.
Nun ja, so dolle war der Vorgänger jetzt nun nicht wirklich das man einem Jahr gleich eine eilig runtergekurbelte Fortsetzung auf den DTV Markt werfen müßte. UFO hielt das wohl doch für notwendig und es gelang sogar William Zabka für diesen Film zu gewinnen der auch schon im ersten Teil aktiv war, so daß wenigstens ein Mindestmaß an Kontinuität vorhanden ist. Ansonsten ist diese Kombination von Tierhorror und russisch-amerikanischem Militär Joint Venture aber reichlich ungenießbar ausgefallen.
Viel Kohle stand offensichtlich mal wieder nicht zur Verfügung, gedreht wurde der ganze Schmu irgendwo in einem verlassenen Fabrikgelände irgendwo in Osteuropa, wo sichs ja bekanntlich billig drehen läßt. Dabei müssen die Handelnden ständig immer wieder durch dieselben Gänge laufen, denn selbstgebaute Sets sind ebenfalls nicht vorhanden. Am markantesten schlägt die Sparerei aber bei der CGI ein. Das die Computerhelikopter Manöver durchführen, die physikalisch unmöglich sind, kann man ja nochmal durchgehen lassen, aber die animierte Schlange ist dafür ganz schön übel geraten. Unscharfe Kanten und keinerlei Interaktion mit den Kulissen sehen selbst für 2001 echt bescheiden aus und warum eine Schlange brüllt wie ein brünftiger Berglöwe wird wohl für immer das Geheimnis des Sound Designers bleiben.
Auch die Story ist nicht gerade Erfindungsgeist in Tüten, könnte aber bei entsprechender Regie durchaus punkten. Ein Haufen Leute in einem abgeschlossenen Komplex, die von einem Riesenreptil als Mittagssnack betrachtet werden ist doch ein Setup das an sich ja schon einen hohen Bedrohungsfaktor aufweist, zumal die Superpython ja Säure spuckt, beinahe kugelresistent und zudem auch noch supi schnell unterwegs ist.
Woher allerdings auf einmal eine zweite Schlange herkommt, kann weder die Story noch sonstwer der Beteiligten wohl erklären (unbefleckte Empfängnis?). Ebenfalls ein Rätsel wird wohl auch bleiben, warum die CIA für eine 50Mio teure Fracht ein privates Fuhrunternehmen beauftragt, anstatt eines stinknormalen Transportfliegers, schließlich wurd ja zu Beginn bereits etabliert, das Amis und Russen diesbezüglich zusammenarbeiten und somit keine Hinderungsgründe für eine reguläre Ausfuhr da sind.
Auch die Darsteller sind nicht unbedingt überzeugend, Zabka müht sich redlich, aber irgendwie paßt er nicht in die Rolle des eiskalten CIA Schergen. Überraschenderweise ist auch der deutsche Big Brother Alex mit dabei, in einer seiner überschaubaren Anzahl an Filmrollen, die er aus unerfindlichen Gründen in den USA ergattern konnte, SO schlecht spielt er gar nicht aber, seine Synchro ist unterirdisch, während die des Rest soweit ganz ok. Hat er sich da etwa selbst vernuschelt äh -vertont?
Pythons 2 ist im Grunde nichts als minder bemerkenswerte B bis C Ware. Selten mal spannend, stets unlogisch, aber zu keiner Zeit irgendwie besonders lustig oder unterhaltsam, kein Wunder das man für den bis dato letzten Python Teil noch die gute alte Boa dazuholen mußte.
2,5/10